Essenslieferdienste Länderminister wollen Direktanstellungsgebot für Fahrer

Die Arbeits- und Sozialminister der Länder wollen ein Direktanstellungsgebot bei Essenslieferdiensten wie Lieferando und Uber Eats. Das haben sie auf ihrer jüngsten Sitzung in München mehrheitlich beschlossen. Ziel: Fahrer der sogenannten Plattformökonomie sollen wirksam abgesichert und prekäre Subunternehmerstrukturen beendet werden.

Dienstag, 02. Dezember 2025, 11:36 Uhr
Thomas Klaus
Kritik an angeblich prekären Arbeitsbedingungen: Zu den Unternehmen im Fokus der Arbeits- und Sozialminister gehört auch Lieferando. Bildquelle: Just Eat Takeaway

Die Arbeits- und Sozialminister der Länder haben auf ihrer Konferenz in München mehrheitlich für ein Direktanstellungsgebot bei Essenslieferdiensten plädiert. Das Ziel: Fahrer der sogenannten Plattformökonomie sollen wirksam abgesichert und prekäre Subunternehmerstrukturen beendet werden.

Zur Begründung für den Antrag sprach Niedersachsens Arbeitsminister Andreas Philippi (SPD) davon, dass immer häufiger Subunternehmen oder scheinbar selbstständige Fahrer im Einsatz seien. Tatsächlich seien die Fahrer jedoch oft eng in den Betriebsablauf eingebunden. Sie würden Weisungen und Zielvorgaben bekommen. Außerdem würden sie von der Plattform digital kontrolliert.

Der Beschluss der Ministerkonferenz hatte sich bereits abgezeichnet: Sie folgt damit einer Empfehlung der Amtschefkonferenz aus dem Oktober. 

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