Upcycling-Kategorie Knuspr führt neue Kategorie für Lebensmittel ein

Der Online-Supermarkt Knuspr bietet als nach eigenen Angaben erster deutscher Lebensmittelhändler eine eigene Kategorie für Upcycling-Produkte an. Das Sortiment umfasst 57 Lebensmittel aus überschüssigen Rohstoffen und Nebenprodukten. 

Mittwoch, 01. Oktober 2025, 10:05 Uhr
Thomas Klaus
Zweites Leben für wertvolle Lebensmittel: Beim Upcycling werden überschüssige oder vermeintlich unbrauchbare Rohstoffe der Lebensmittelproduktion zu neuen, hochwertigen Lebensmitteln verarbeitet. Bildquelle: Knuspr

Der Online-Supermarkt Knuspr führt als nach eigenen Angaben erster Lebensmittelhändler in Deutschland eine eigene Kategorie für Upcycling-Produkte ein. Kunden können nun aus einem Sortiment von 57 Lebensmitteln wählen, die aus überschüssigen Rohstoffen, Nebenprodukten oder nicht verarbeiteten Lebensmitteln entstanden sind.

Rund die Hälfte der Produkte im exklusiven Angebot

Die neue Kategorie umfasst zum Start Produkte wie Suppen aus überschüssigem Gemüse, Backwaren aus Altbrot, pflanzliches „Dönerfleisch“ aus Reststoffen der Ölproduktion sowie handgemachte Konserven aus geretteten Früchten und Gemüse. Etwa die Hälfte der Produkte bietet Knuspr nach eigenen Angaben exklusiv an.

„Nachhaltigkeit ist seit jeher ein zentraler Pfeiler unserer Unternehmensphilosophie“, so Olin Novák, Geschäftsführer von Knuspr und VP Markets bei der Rohlik Gruppe. „Unser Ziel ist es, Nachhaltigkeit für unsere Kunden praktisch und leicht umsetzbar zu machen - durch bewusste Entscheidungen beim Wocheneinkauf.“

Markt für Upcycling-Lebensmittel wächst dynamisch

Knuspr entwickelte die neue Upcycling-Kategorie in Zusammenarbeit mit dem ungarischen Unternehmen Trans Food Mission. Die Muttergesellschaft Rohlik führte die Kategorie bereits im Oktober 2024 in Tschechien ein. Dort rettete das Unternehmen nach eigenen Angaben innerhalb von vier Monaten 7,3 Tonnen Lebensmittel und sparte 51 Tonnen CO2 ein.

Der Markt für Upcycling-Lebensmittel wächst laut Knuspr dynamisch. Das Unternehmen beruft sich auf Schätzungen, wonach der Markt 2021 ein Volumen von 53,7 Milliarden US-Dollar (45,71 Milliarden Euro) hatte und bis 2031 voraussichtlich 97 Milliarden US-Dollar (82,57 Milliarden Euro) erreichen wird.

In Deutschland fielen laut Umweltbundesamt 2022 entlang der gesamten Lebensmittelversorgungskette 10,8 Millionen Tonnen Abfälle an. Der Handel verursachte davon rund 7 Prozent.

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