Der Lebensmittel-Lieferdienst Flink hat seit April 2025 mehr als 160.000 sogenannte Rettertüten verkauft. In den vergünstigten Überraschungstüten befinden sich nach Angaben des Unternehmens Produkte, die noch genießbar sind, aber aufgrund kurzer Haltbarkeit oder optischer Mängel nicht mehr regulär verkauft werden können.
Die Verkaufszahlen der Rettertüten stiegen laut einer Mitteilung von Flink von 16.000 im ersten Monat auf 33.500 im August. Ein Drittel aller bundesweiten Verkäufe entfiel auf Berlin. Dahinter folgten Hamburg, München, Köln und Nürnberg. Die Kunden sparten durch den Kauf der vergünstigten Tüten nach Unternehmensangaben bereits über 1,1 Millionen Euro.
„Unser Rettertüten-Programm zeigt eindrucksvoll, wie schnelle Lebensmittel-Lieferungen und Nachhaltigkeit perfekt zusammenpassen“, erklärte Lucas Rietz, Managing Director bei Flink Deutschland, in der Mitteilung. Den Angaben zufolge entstehen 77 Prozent der Lebensmittelverluste bei Flink durch abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdaten. 15 Prozent gehen auf optische Qualitätsmängel zurück. Weniger als 1 Prozent der Verluste entstehen durch Fehlprognosen oder Kundenretouren.
Flink will die Lebensmittelverschwendung bis zum Jahr 2026 um weitere 20 Prozent reduzieren. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben rund 100 Hubs in etwa 50 deutschen Städten und erreicht damit 15 Millionen Haushalte.
