Nachhaltigkeit im Handel Positive Zwischenbilanz beim Display-Projekt

Unterstützer des Projektes „Permanent Display“ haben eine positive Zwischenbilanz gezogen. Namhafte Unternehmen wie Rossmann, Beiersdorf, Henkel und Mars setzen sich für wiederverwendbare Werbeaufsteller im Einzelhandel ein. Sie versprechen sich ökologische und wirtschaftliche Vorteile.

Freitag, 05. September 2025, 10:39 Uhr
Thomas Klaus
Ökologische und wirtschaftliche Vorteile: An dem Projekt für wiederverwendbare Werbeaufsteller im Einzelhandel beteiligen sich namhafte Unternehmen. Bildquelle: GS1 Germany

Standardisierte und wiederverwendbare Displays am Point of Sale sind der Inhalt des Projektes „Permanent Display“ von GS1 Germany. Das soll ökologische und wirtschaftliche Vorteile erzielen. Eine Zwischenbilanz zeigt große Zustimmung auf Seiten des Handels und der Industrie. 

Konzept mit mehreren wichtigen Bausteinen

Das Konzept sieht vor: Die Basiskonstruktion eines Displays bleibt dauerhaft im Verkaufsraum und wird für wechselnde Werbeaktionen mit vorkonfektionierten Trays sowie vorbereiteten Marketingmaterialien ausgestattet. Nach Angaben von GS1 Germany als Federführer soll dieser Ansatz nicht nur den Verbrauch von Verpackungsmaterialien verringern, sondern auch Kosten bei Transport, Lagerung und Handling erheblich einsparen.

Bestehende Supply-Chain-Prozesse werden angepasst und für jede Promotion gezielt so gestaltet, dass Effizienz und Flexibilität eine Einheit bilden. Ein wichtiger Baustein dieses Ansatzes ist die Entwicklung klarer Anforderungen an die Display-Konstruktion, die Verpackungen und die begleitenden Marketingmaterialien. Ferner muss ein standardisierter Logistikprozess definiert werden.  

Mars-Vertreterin: Transformation mit enormem Potenzial

An dem Projekt beteiligen sich namhafte Unternehmen wie Rossmann, Beiersdorf, Henkel und Mars. „Dieses Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, wie nachhaltigere Lösungen entstehen können, wenn Lieferanten und Händler Hand in Hand arbeiten“, lobte Raoul Roßmann, Sprecher der Geschäftsführung bei Rossmann. 

Michael Raab, Head of Customer Operations bei Beiersdorf, sagte: „Wir sind stolz darauf, mit dem permanenten Display einen attraktiven, flexiblen und vor allem nachhaltigen Weg für Displays gefunden zu haben.“ 

Und Juliane Pieper, Senior Customer Sustainability Lead DACH bei Mars, betonte: „Ich bin überzeugt, dass robuste und zugleich flexible Standards der Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung nachhaltigerer Displaylösungen sind. Richtig gestaltet, bietet die Transformation hin zu nachhaltigeren Displays enormes Potenzial – nicht nur zur Reduktion von Verpackungsabfällen, sondern auch zur Senkung von THG-Emissionen durch effizientere Prozesse.“ 

Haubenreißer: Schlüssel liegt in übergreifenden Standards

Bei einem Roundtable zum Thema Nachhaltigkeit und Effizienz im Displaygeschäft am Mars-Standort in Viersen diskutierten die Teilnehmer unter anderem den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten und erfolgreiche Pilotprojekte verschiedener Unternehmen. Zum Beispiel stellte Mars einen gemeinsam mit Edeka Kochmarkt durchgeführten Praxistest mit wiederverwendbarer Displaybasis vor.

Matthias Haubenreißer, Senior Manager Competence Center Mehrweg Transportverpackungen bei GS1 Germany, erklärte: „Ob Mehrwegdisplay oder dauerhaftes Basismodul – der Schlüssel für zukunftsfähige Lösungen liegt in übergreifenden Standards, die einfach, effizient und nachhaltig anwendbar sind.“

Bald Handlungsempfehlung für die gesamte Branche

GS1 Germany will die im Projekt entwickelten Ergebnisse nach einer umfassenden Evaluierung veröffentlichen. Sie sollen als praxisorientierte Handlungsempfehlung für die gesamte Branche dienen. 

GS1 Germany ist ein Kölner Unternehmen. Es liefert und unterstützt Standards und Lösungen rund um den Barcode. 

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