Importkontrolle verschärft EU-Zoll stoppt mehr illegale Produkte aus China

Die EU-Zollbehörden haben 2024 deutlich mehr illegale Produkte aus China abgefangen. Die Zahl der beanstandeten Artikel stieg um 180 Prozent. Besonders häufig wurden Gesundheitsprodukte und Elektronik zurückgewiesen.

Freitag, 29. August 2025, 12:02 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Wachsamkeit an der Grenze: Die Zahl der bei EU-Zollkontrollen abgefangenen illegalen Produkte aus China ist 2024 stark gestiegen. Bildquelle: Getty Images

Die Zahl der bei EU-Zollkontrollen abgefangenen illegalen Produkte aus China ist 2024 stark gestiegen. Wie die Europäische Kommission in einem aktuellen Bericht mitteilte, nahm die Anzahl der abgelehnten Artikel aus China im Vergleich zu 2022 um fast 180 Prozent auf 48.139 zu.

USA und Großbritannien folgen mit großem Abstand

Mit deutlichem Abstand folgen die Vereinigten Staaten und Großbritannien. Aus den USA stammten 3.247 abgelehnte Produkte, Großbritannien 2.120. Die Kontrolleure beanstandeten besonders häufig Gesundheitsprodukte sowie Artikel aus den Bereichen Haushalt, Wohnen, Elektronik und Technologie.

Die Zollbehörden der EU-Mitgliedsstaaten prüfen importierte Waren auf ihre Übereinstimmung mit EU-Vorschriften zu Sicherheit und Umweltstandards. Ein EU-Beamter erklärte, mehr als 80 Prozent der Produkte, die wegen möglicher Verstöße gegen EU-Regeln kontrolliert würden, kämen aus China.

EU-Kommission fordert strengere Kontrollen

Im vergangenen Jahr führten die Behörden dem Bericht zufolge knapp 400.000 Kontrollen durch. Diese umfassten Dokumentenprüfungen, physische Inspektionen und Labortests. Nach den Untersuchungen gaben die Kontrolleure 36 Prozent der Produkte für den EU-Markt frei. Etwa 16 Prozent – knapp 65.000 Artikel – lehnten sie nach weiterer Prüfung endgültig ab.

Die Europäische Kommission fordert in ihrem Bericht die EU-Staaten zu verstärkten Kontrollen auf. Bislang prüften die Zollbehörden nur 0,0082 Prozent aller importierten Produkte. Dies entspricht 82 Artikeln pro einer Million zugelassener Waren. Zudem kritisiert der Bericht die stark unterschiedliche Ablehnungspraxis in den verschiedenen Mitgliedsstaaten.

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