Wirtschaftsfaktor Reisen Tourismus kurbelt Umsätze kleiner Händler an

Mehr als ein Drittel der kleinen Händler in Deutschland profitiert ganzjährig von Touristen. Eine Umfrage zeigt: Über 70 Prozent der Geschäfte in Tourismusregionen verzeichnen höhere Umsätze durch Reisende. Überraschend ist der wachsende Einfluss von Social-Media-Influencern auf den lokalen Tourismus.

Montag, 01. September 2025, 13:47 Uhr
Thomas Klaus
Fremde Menschen zu Gast: Tourismus bleibt für viele kleine Händler in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Bildquelle: Getty Images

Tourismus bleibt für viele kleine Händler in Deutschland ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Dies geht aus einer aktuellen Befragung des Finanztechnologie-Anbieters Sumup hervor. Mehr als ein Drittel der befragten Händler profitiert ganzjährig von Touristen, wie das Unternehmen herausgefunden hat.

53 Prozent mit höherem Umsatz durch Touristen

Die Umfrage ergab, dass sich 37,4 Prozent der Händler in Regionen mit ganzjährigem Tourismusaufkommen befinden. Weitere 24,5 Prozent sind in saisonal touristischen Gebieten angesiedelt. Der Einfluss auf den Geschäftserfolg zeigt sich deutlich: 53,7 Prozent der Befragten verzeichnen einen höheren Umsatz durch Touristen. In Regionen mit saisonalem oder ganzjährigem Touristenaufkommen steigt dieser Anteil sogar auf 70,6 Prozent.

Trotz der positiven Effekte haben 31,7 Prozent der Händler bislang keine gezielten Maßnahmen ergriffen, um Touristen anzusprechen. Andere kooperieren mit Tourismusverbänden (30,2 Prozent) oder lokalen Unternehmen (27,4 Prozent). Zudem nutzen 26,2 Prozent Social Media und 24,3 Prozent bieten mehrsprachige Dienstleistungen an.

Influencer locken Touristen an

Überraschend ist die hohe Relevanz von Social-Media-Influencern für den Tourismus. Mit 19,9 Prozent liegen sie nur knapp hinter inländischen Gästen aus anderen Regionen Deutschlands (22,5 Prozent). „Ein Foto, ein Video – und schon rückt ein Ort ins globale Rampenlicht“, erklärte Sumup.

Der Klimawandel entwickelt sich zunehmend zum Unsicherheitsfaktor für die Branche. 35,1 Prozent der Händler berichten von Sachschäden oder Risiken für die Infrastruktur durch extreme Wetterereignisse. 28,2 Prozent mussten bereits ihren Betrieb unterbrechen. Dennoch haben fast die Hälfte der Händler (49,4 Prozent) bislang keine Maßnahmen gegen klimabedingte Risiken ergriffen.

Übertourismus für Händler kein Problem

Übertourismus stellt derzeit für die meisten Händler in Deutschland kein Problem dar. 56,7 Prozent sehen diesbezüglich keine Schwierigkeiten, ein Viertel (25,8 Prozent) verzeichnet sogar positive Effekte durch wachsende Touristenzahlen. Nur 6,3 Prozent spüren eine Überlastung, meist während der Hochsaison.

Sumup führte die Umfrage vom 4. bis 11. August 2025 unter 1.431 Händlern in Deutschland, Großbritannien, Italien, Irland und Frankreich durch.

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