Zwischenbilanz zu Rainer Lebensmittelhandel lobt Minister Rainer für offenen Dialog

Exklusiv

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) zieht zwar eine positive Bilanz der ersten 100 Tage von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Aber gegenüber der Lebensmittel Praxis fordert BVLH-Geschäftsführer Philipp Hennerkes (Foto) weitere Reformen.

Freitag, 15. August 2025, 13:04 Uhr
Thomas Klaus
Kurs konsequent fortsetzen: Philipp Hennerkes (links) hat klare Erwartungen an den neuen Bundesagrarminister Alois Rainer (nicht im Foto). Bildquelle: BLL/Tobias Rücker

Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) bewertet die ersten 100 Tage von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) grundsätzlich positiv. BVLH-Geschäftsführer Philipp Hennerkes sieht wichtige Impulse für den gesamten Lebensmittelsektor.

Klare Prioritäten und verlässliche Rahmenbedingungen

Gegenüber der Lebensmittel Praxis würdigt Hennerkes den offenen Dialog des Ministers mit allen Teilen der Lebensmittelkette. „Die ersten 100 Tage zeigen: der Minister steht für einen offenen Dialog mit allen Teilen der Lebensmittelkette“, so Hennerkes. Besonders lobt Hennerkes die gezielte Tierwohl-Förderung und die praxistaugliche Novelle der Tierhaltungskennzeichnung. Auch Bürokratieabbau und Signale für Wahlfreiheit und Vielfalt im Einkaufskorb stärken nach seiner Ansicht Landwirtschaft, Handel und Verbraucher gleichermaßen.

Mit klaren Prioritäten und verlässlichen Rahmenbedingungen könne der Minister wichtige Weichen für die Zukunft des gesamten Sektors stellen, und er habe damit bereits begonnen. Dieser Kurs müsse vor allem beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz konsequent fortgeführt werden, so Hennerkes.

BVLH benennt zentrale Themen

Für die kommenden Monate nennt der Verband mehrere zentrale Themen, die angepackt werden sollten. Dazu zählen neben einer  umfassenden Novelle des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes, die auch die Außer-Haus-Verpflegung einschließen solle, Entlastungen für Wirtschaft und Handel sowie eine Stärkung des Wettbewerbs. Der Verband setzt sich in diesem Zusammenhang für eine Vereinfachung der EU-Entwaldungsverordnung und den Verzicht auf sogenanntes Goldplating bei EU-Regulierungen ein.

Außerdem spricht sich der Verband für eine Stärkung wirksamer Selbstverpflichtungen der Wirtschaft aus. Rechtliche Hürden, etwa im Bereich der bewussten Ernährung und zur Vermeidung von Lebensmittelüberschüssen, sollten nach Ansicht des Verbands zum Teil fallen.

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