Der Kochboxenversender Hellofresh hat im zweiten Quartal 2025 einen Umsatzrückgang von 9,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro verzeichnet. Dies teilte das Unternehmen mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der Umsatz noch bei 1,9 Milliarden Euro gelegen.
Der Rückgang sei das Ergebnis einer Strategie, die auf die Gewinnung weniger, aber höherwertigerer Kunden abziele, erklärte Hellofresh. Die Deckungsbeitragsmarge verbesserte sich den Angaben zufolge um 1,4 Prozentpunkte auf 27,3 Prozent. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBITDA) stieg um 8,2 Prozent auf 158,5 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 20,8 Prozent auf 101,4 Millionen Euro.
„Wir haben die zugrunde liegende Profitabilität unseres Kochboxengeschäfts, welches im zweiten Quartal 2025 eine AEBITDA-Marge von über 15 Prozent erreicht hat, deutlich verbessert“, zitierte das Unternehmen den Vorstandschef Dominik Richter in der Mitteilung. Dies sei das Ergebnis der Entscheidung, die Margen zu steigern, bevor wieder in Wachstum investiert werde. „Wir sind auf dem besten Weg, unser Ziel zu erreichen, bis 2026 Einsparungen von mehr als 300 Millionen Euro zu erzielen“, fügte Richter hinzu.
Hellofresh plant Einsparungen von 300 Millionen Euro
Die Effizienzsteigerungen entstanden nach Unternehmensangaben vor allem durch Produktivitätsverbesserungen im nordamerikanischen Geschäft, eine Verkleinerung der Produktionsstandorte sowie einen Rückgang der betrieblichen Gemeinkosten. Der freie Mittelzufluss stieg im ersten Halbjahr 2025 auf 208 Millionen Euro, was einer Vervierfachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Hellofresh senkte zudem seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Das Unternehmen erwartet nun ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen 415 und 465 Millionen Euro. Bisher hatte Hellofresh 450 bis 500 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Als Grund nannte das Unternehmen Währungseffekte, insbesondere die Schwäche des US-Dollar gegenüber dem Euro. Der Dollarkurs sei von 1,04 auf etwa 1,15 im Juni 2025 gestiegen. Beim Umsatz rechnet Hellofresh mit einem Rückgang von 6 bis 8 Prozent. Das Unternehmen will sein laufendes Aktienrückkaufprogramm von 75 Millionen Euro um bis zu 100 Millionen Euro auf insgesamt bis zu 175 Millionen Euro aufstocken.
