Lidl hat ein neues Werbevideo veröffentlicht, das für großes Aufsehen in der Branche und der Öffentlichkeit sorgt. Den am Samstag auf Youtube veröffentlichten Clip riefen Nutzer der Plattform bis zum frühen Montag um 14 Uhr mehr als eine Million Mal auf. Zum Vergleich: Ein früheres Werbevideo von Lidl zum Muttertag im Mai erreichte innerhalb eines Monats lediglich eine Million Aufrufe.
Aldi besonders im Fokus des Lidl-Clips
In dem Video geht Lidl seine Mitbewerber relativ aggressiv an. Es zeigt fiktive Chefs anderer Einzelhandelsketten, die sich über die günstigen Preise von Lidl empören und ratlos sind, wie sie reagieren sollen. Die Konkurrenten erscheinen dabei unter leicht veränderten Namen: „Preis Süd“ und „Preis Nord“ für Aldi Süd und Aldi Nord, „Brutto“ für Netto, „Pfennig“ für Penny und „Teuer“ für Rewe.
Während die anderen Unternehmen in dem Spot eher eine Nebenrolle spielen, stehen die lautstarken und fassungslosen Reaktionen von Preis Süd und Preis Nord im Mittelpunkt. In dem Clip sind die Chefs Brüder, eine klare Anspielung auf Aldi Süd und Aldi Nord und deren Gründer Theo und Karl Albrecht. Sie regen sich darüber auf, dass sie nicht in Ruhe ihren Geschäften nachgehen könnten, weil Lidl sie immer wieder mit Preisoffensiven unter Druck setze.
Überraschende Pointe des Clips
Das Video endet überraschend: Der Brutto-Chef kommt mit einer Lidl-Einkaufstasche zurück und erklärt, dass er dort privat immer einkauft. Der Chef von Aldi Süd probiert aus einer Flasche und zeigt mit Mimik und Gestik, dass ihm das Getränk schmeckt. Mit dieser Pointe unterstreicht Lidl seine Botschaft der Preisführerschaft.
Mit dieser provokanten Werbestrategie verschärft Lidl den Wettbewerb im umkämpften Discounter-Markt. Es bleibt offen, wie die Konkurrenz auf diese öffentliche Herausforderung reagiert.
Viele Nutzer äußern sich in den Kommentaren unter dem Video begeistert: „Chapeau Lidl! Endlich mal wieder unterhaltsame Werbung“, schreibt ein Nutzer. Ein anderer meint: „Solche Spots sollte es häufiger geben. Bin gespannt welches Unternehmen den Spot zum Gegenangriff uploadet.“
