Symbolische Schlüsselübergabe Lestra-Kaufhaus nun offiziell ein Edeka-Markt

Aus dem Lestra-Kaufhaus in Bremen ist nun auch offiziell ein Edeka-Markt geworden. Der bisherige Betreiber Carsten Strangemann (rechts) übergab einen symbolischen Schlüssel an die Kaufleute Jürgen (links) und Thorsten Maaß (Mitte). Nun steht erst einmal ein umfassender Umbau an.

Mittwoch, 02. Juli 2025, 10:58 Uhr
Thomas Klaus
Neues Kapitel: Jürgen Maaß, Thorsten Maaß und Cornelius Strangemann (v.l.n.r.). Bildquelle: Thomas Klaus

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe an die Edeka-Kaufmannsfamilie Maaß begann ein neues Kapitel für das traditionsreiche Lestra-Kaufhaus im Bremer Stadtteil Horn-Lehe, das seit 1969 besteht. Es wird ab sofort unter der Marke „Edeka“ geführt. Edeka Minden-Hannover sicherte sich das Gebäude langfristig durch einen Mietvertrag.

Maaß: Anspruchsvolles und äußerst erfolgreiches Konzept

Familie Maaß betreibt bereits Edeka-Standorte in Lemwerder im Landkreis Wesermarsch und seit 2021 im Bremer Stadtteil Oberneuland. „Das Lestra Kaufhaus hat über Jahrzehnte Maßstäbe in Horn-Lehe gesetzt und ein anspruchsvolles und äußerst erfolgreiches Konzept etabliert“, erläutert Jürgen Maaß. Und: „Genau daran wollen wir anknüpfen und die Besonderheiten des Standorts erhalten. Zudem erweitern wir das jetzige Sortiment mit den Edeka-Eigenmarken und können so neue Kundengruppen erschließen.“

Zwei Sushi-Meister für die eigene Produktion

Mit der Formulierung vom anspruchsvollen Konzept spielt Maaß wohl auch darauf an, dass viele Kunden aufgrund der Lage der Einkaufsstätte in einer eher wohlhabenden Gegend finanziell gut aufgestellt sind und insbesondere beim Feinkost-Thema verwöhnt werden wollen, zum Beispiel mit erlesenen Ölen und Gewürzen. Diese Klientel soll sich auch unter Edeka-Vorzeichen wohl fühlen. So würden Sushi in eigener Produktion hergestellt und dafür zwei Sushi-Meister angestellt, so Jürgen Maaß. Wurst werde ebenfalls vor Ort produziert. „Zusätzlich zu den bereits vorhandenen regionalen Lieferanten haben wir zusätzliche gewonnen“, ergänzt Thorsten Maaß.

Auch optisch bald ein frischerer Wind

Das Haus wird nun umfassend modernisiert. Dazu gehört unter anderem auch die Kompletterneuerung der Parkplatzanlage. Aber das ist längst nicht alles: „Im Grunde genommen bleibt baulich und gestalterisch nicht allzu viel übrig“, sagt Jürgen Maaß im Gespräch mit der Lebensmittel Praxis. Im Fokus stehen neben den Parkplätzen vor allem die Frische- und Bedienbereiche, die technischen Anlagen sowie die Kälte- und Heizungsanlagen („die Technik wird energetisch optimiert“). Unter anderem wird die Obst- und Gemüseateilung mehr als verdoppelt.

Optisch ist ebenfalls frischerer Wind angesagt, ohne die Wurzeln zu Lestra zu kappen. Eine Innenarchitektin befasst sich zurzeit mit den Einzelheiten.

Neueröffnung im vierten Quartal 2025

Die Neueröffnung ist für das vierte Quartal 2025 geplant. 140 Mitarbeiter sind danach im Einsatz; fast alle arbeiteten schon im Lestra-Kaufhaus. Während der Renovierungsarbeiten bleiben die im Kaufhaus vertretenen Geschäfte – Bäckerei, Blumen, Post & Lotto sowie Sparkasse – für die Kunden erreichbar und geöffnet.

Die Modernisierung kostet einen zweistelligen Millionenbetrag. Weiter ins Detail gehen weder Jürgen und Thorsten Maaß noch die Edeka. Am Ende werden 2.495 Quadratmeter Verkaufsfläche bespielt.

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