Tengelmann Historiker recherchiert zur NS-Zeit

Der Tengelmann-Konzern will seine NS-Vergangenheit aufarbeiten. Diese Aufgabe solle der Historiker Professor Lutz Niethammer übernehmen, sagte eine Unternehmenssprecherin und bestätigte damit einen Bericht der ARD-Sendung Panorama, die heute Abend um 21.15 Uhr läuft.

Dienstag, 06. Dezember 2011, 11:13 Uhr
Lebensmittel Praxis

Der Historiker werde für seine Arbeit mindestens zwei Jahre brauchen und völlige wissenschaftliche Freiheit genießen, hieß es. Er werde im Firmen-Archiv des Unternehmens ebenso recherchieren wie in unabhängigen Archiven.

Nach derzeitigen Stand könne das Unternehmen lediglich die Mitgliedschaft von Karl Schmitz-Scholl in der NSDAP sicher bestätigen. Karl Schmitz-Scholl stand von 1933 bis zu seinem Tod 1969 an der Spitze des Familienunternehmens. Er war der Großonkel des jetzigen Tengelmann-Chefs Karl-Erivan Haub. Laut Panorama soll Schmitz-Scholl in der Allgemeinen SS zum Hauptsturmführer aufgestiegen sein und seinen Dienstgrad genutzt haben, um sich bei Heinrich Himmler für den Erhalt der Filialbetriebe stark zu machen. Während des Krieges soll er mit seiner Firma Wissoll lukrative Aufträge zur Wehrmachtsverpflegung erhalten haben.

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