Deutsche Verbraucher zeigen sich skeptisch gegenüber Social Commerce und KI-gestützten Einkaufshilfen. Nur 18 Prozent der Millennials und der Generation Z haben bisher über soziale Medien eingekauft. Dies ergab eine repräsentative Befragung von 2.007 Personen durch das Marktforschungsinstitut Yougov im Auftrag des Gutscheinanbieters Coupons.de.
82 Prozent der Befragten haben noch nie über Social Commerce eingekauft, wie das Unternehmen mitteilte. 41 Prozent der Generation Z können sich einen Einkauf über diesen Kanal auch in Zukunft nicht vorstellen. Auch KI-gestützte Einkaufshilfen spielen bislang nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich 8 Prozent der Millennials und der Generation Z nutzen Künstliche Intelligenz wie ChatGPT bei der Suche nach Gutscheinen. Bei den älteren Generationen liegt dieser Anteil bei maximal 2 Prozent.
Für ein ideales Einkaufserlebnis im Internet sind den Befragten vor allem günstige Preise, schneller Versand und eine komfortable Nutzung von Gutscheinen wichtig. 52 Prozent der Verbraucher lassen sich zum Kauf animieren, wenn ihnen ein Produkt sofort gefällt oder sie von kostenlosem Versand profitieren. Zeitlich begrenzte Rabatte, exklusive Gutscheine und Belohnungsprogramme wie Cashback beeinflussen dagegen nur bei 21 Prozent die Kaufentscheidung.
Verbraucher fordern mehr Preistransparenz
47 Prozent der Studienteilnehmer erwarten mehr Transparenz bei Rabatten und Preisen. 44 Prozent der 18- bis 44-Jährigen wünschen sich ein optimiertes Einkaufserlebnis für das Smartphone. 55 Prozent aller Befragten möchten, dass Rabatte automatisch im Warenkorb angewendet werden.
Die beliebtesten Quellen für Rabatte sind laut der Studie Shop-Newsletter mit 53 Prozent und Gutscheinportale mit 40 Prozent. Browser-Add-ons und automatische Gutscheinvorschläge stoßen dagegen bei 45 Prozent der jüngeren Generationen auf Misstrauen.
Das Preisbewusstsein ist in allen Einkommensklassen hoch: 70 Prozent der Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen bis 1.500 Euro vergleichen immer die Preise. Auch in höheren Einkommensklassen achtet mehr als jeder Zweite auf Preisvergleiche.
