Die Handelsgastronomie in Deutschland hat im Jahr 2024 einen Rekordumsatz von 12,41 Milliarden Euro erzielt. Dies entspricht einem Wachstum von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das EHI nach einer Befragung von 34 Händlern mit insgesamt 11.336 Filialen mitteilte.
Für das laufende Jahr prognostiziert das EHI ein weiteres Umsatzwachstum von 4,1 Prozent auf rund 12,92 Milliarden Euro. „Mit durchschnittlich mehr als 8 Prozent ist die Gastronomie im Lebensmitteleinzelhandel im vergangenen Jahr branchenübergreifend am stärksten gewachsen“, erläuterte Olaf Hohmann, Leiter Forschungsbereich Handelsgastronomie beim EHI.

Das anhaltende Wachstum führt das EHI auf das gedämpfte Konsumverhalten zurück. Die Verbraucher suchen nach günstigeren Alternativen zur klassischen Gastronomie. Die Handelsgastronomie bietet nach Angaben des EHI bei beliebten Hauptgerichten und Snacks bis zu 82 Prozent günstigere Preise als der übrige Außer-Haus-Markt.
Händler werben um junge Kunden
Die Branche steht allerdings vor der Herausforderung, neue und jüngere Zielgruppen zu erschließen. Fast zwei Drittel der Umsätze stammen derzeit von Kunden über 45 Jahre. Die Händler reagieren darauf mit trendorientierten Speisen, digitalen Bestellmöglichkeiten und speziellen Preis- und Rabattmodellen für Studierende und Schüler.

Als wichtigste Wachstumstreiber für die Zukunft identifizieren die befragten Händler das Mittagessen, Frühstück, Snacks und To-go-Convenience. Die Befragung wurde von März bis April 2025 durchgeführt.
