Sechs deutsche Städte haben für ihre erfolgreichen Konzepte zur Innenstadtbelebung Auszeichnungen erhalten. Darüber informierte das IFH Köln. Die Preisverleihung fand bereits im Rahmen der „Stadtgespräche“ in Köln statt.
Bestnote von 1,4 für Chemnitz
Chemnitz gewann den Vitalia-Award des IFH Köln für die bundesweit beste Bewertung durch lokale Passanten. In der Studie „Vitale Innenstädte 2024“ erreichte die Stadt die Bestnote von 1,4 unter allen teilnehmenden Städten. Besonders in den Kategorien Aufenthaltsqualität und Mobilität schnitt Chemnitz gut ab.
„Chemnitz zeigt eindrucksvoll: Wer Transformation aktiv gestaltet, wird belohnt.“ Das erklärte Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln. Laut Hedde haben Stadtverwaltung, Wirtschaft, Handel und Initiativen gemeinsam eine Innenstadt geschaffen, die mit neuer Gastronomie, begrünten Ruhezonen, moderner Gestaltung und einem lebendigen Veranstaltungsangebot zum Verweilen einlädt.
Vital City Award für weitere fünf Städte
Fünf weitere Städte erhielten den Vital City Award von Hystreet. Dieser Preis basiert auf der Vitalitätskennziffer, die das Verhältnis von Besucherfrequenz zur Einwohnerzahl misst. In der Kategorie der Städte unter 50.000 Einwohnern siegte Limburg, das von der Entwicklung rund um Galeria profitierte. Passau (50.000 bis 100.000 Einwohner) überzeugte mit internationaler Anziehungskraft, während Ulm (100.000 bis 250.000 Einwohner) mit Events und Tourismus punktete. Wiesbaden (250.000 bis 600.000 Einwohner) behauptete sich als stabile Handelslage, und Stuttgart (über 600.000 Einwohner) verzeichnete durch die EM 2024 und Folgeevents ein deutliches Frequenzplus.
Hystreet-Chef Schröder lobt Vitalitätskennziffer
Nico Schröder, Geschäftsführer von Hystreet, betonte die Bedeutung der Vitalitätskennziffer: „Bei der Vitalitätskennziffer stimmt jeder Innenstadtbesucher mit seinen Füßen ab.“ Die durch Laserscanner erfassten Daten ermöglichen laut Schröder ein fundiertes Standort-Ranking und schaffen eine valide Grundlage für den Vergleich verschiedener Lagen.
