Zwei Drittel der Handelsunternehmen wollen bis 2029 neue Schnellladesäulen installieren, teilt das EHI in seinem Whitepaper „Elektromobilität im Handel 2025“ mit. 56 Prozent der Händler wollen demnach neue HPC-Ladesäulen aufbauen und 47 Prozent ihre AC-Ladesäulen aufstocken. Nach Branchenschätzungen befinden sich derzeit rund 24.000 öffentliche Ladepunkte auf Handelsparkplätzen. Dies entspricht etwa 15 Prozent aller öffentlichen Ladepunkte in Deutschland, deren Gesamtzahl die Bundesnetzagentur mit rund 161.686 angibt.
Die Händler setzen dabei zunehmend auf Schnell- und Ultraschnelllader, um in gleicher Zeit mehr Ladung an die Kundschaft abgeben zu können, wie Cathrin Klitzsch, Projektleiterin Elektromobilität beim EHI, erklärt. An Standorten mit längeren Einkaufszeiten wie Shopping-Centern bleiben Normallader weiterhin gefragt.
Die Hauptmotivation für den Aufbau von Ladestationen ist für 77 Prozent der Händler die Kundenbindung. 50 Prozent nennen Klimaziele als Grund, 47 Prozent die Gesetzgebung. Für 37 Prozent steht das Geschäftsmodell im Vordergrund. Die meisten Händler verlangen inzwischen Geld für den Ladestrom – nur noch 7 Prozent bieten kostenloses Laden an. Bei 72 Prozent ist der Strom generell kostenpflichtig.
Die Auslastung der Ladepunkte ist noch ausbaufähig. Normalladepunkte sind durchschnittlich knapp die Hälfte der Zeit belegt. DC-Lader erreichen eine Auslastung von 34 Prozent, HPC-Lader von 25 Prozent. Um die Nutzung zu steigern, planen 43 Prozent der Händler künftig Rabattaktionen auf Ladevorgänge und Sortiment. Die große Mehrheit der Händler - 86 Prozent - betreibt die Ladesäulen mit zertifiziertem Grünstrom. 36 Prozent nutzen bereits Eigenstrom, etwa von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern ihrer Filialen.

