Warenhauskonzern Galeria trennt sich von Geschäftsführer Van den Bossche

Der Warenhauskonzern Galeria hat überraschend seinen Geschäftsführer Olivier Van den Bossche entlassen. Zwei Manager übernehmen nun die Leitung. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen meldet das Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung.

Mittwoch, 30. April 2025, 09:17 Uhr
Thomas Klaus (mit dpa)
Warenhauskonzern in unruhigen Zeiten: Auch an der Untenehmensspitze macht sich das bemerkbar. Bildquelle: Adobe Stock

Der Warenhauskonzern Galeria hat sich überraschend von seinem Geschäftsführer Olivier Van den Bossche getrennt. Wie Galeria mitteilte, leiten künftig zwei Manager das Unternehmen.

Abschied nach weniger als zwei Jahren

Tilo Hellenbock, bisher für den Vertrieb zuständig, wird Operativchef (COO). Gemeinsam mit Finanzchef Christian Sailer wird er das Unternehmen führen. Galeria begründete den Schritt mit dem Wunsch nach einer strafferen Führungsstruktur und einem verstärkten Fokus auf einen fortgesetzten  Turnaround.

Van den Bossche kam 2022 als Vertriebschef zu Galeria. Im Juni 2023 stieg er zum Firmenchef (CEO) auf. Das Unternehmen würdigte seine Führung während der Insolvenz und Restrukturierung als „entscheidend für die positive Entwicklung des Unternehmens“. Trotzdem muss er seinen Posten nach weniger als zwei Jahren räumen.

Galeria meldet positive Geschäftsentwicklung

Galeria betonte, die Ausgangslage sei trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen „hervorragend“. Das Geschäftsergebnis seit Jahresbeginn übertreffe den Vorjahreswert um mehr als 100 Millionen Euro. „Galeria steht auf einem starken finanziellen Fundament“, so das Unternehmen mit. Konkrete Geschäftszahlen nannte Galeria jedoch nicht.

Der Warenhauskonzern blickt auf eine turbulente Geschichte zurück. Nach mehreren Insolvenzen sank die Zahl der Filialen auf 83. Seit Sommer 2023 gehört das Unternehmen der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz. Der Firmenname lautet nun Galeria S.à r.l. & Co. KG. Die traditionellen Namen Karstadt und Kaufhof verschwanden.

Die neue Führungsspitze kündigte an, sie wolle das Wachstum weiter vorantreiben. Wie sich die Neuausrichtung der Geschäftsführung auf die Strategie und die Zukunft des Warenhauskonzerns auswirkt, bleibt abzuwarten.

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