Die Geldtransport-Branche hat sich mit der Gewerkschaft Verdi auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Die rund 10.000 Beschäftigten erhalten ab Januar 2025 Lohnerhöhungen von bis zu 8,4 Prozent über eine Laufzeit von zwei Jahren, wie die Bundesvereinigung Deutscher Geld- und Wertdienste mitteilte.
Die Tarifsteigerungen fallen regional unterschiedlich aus. In Nordrhein-Westfalen beträgt die Erhöhung 6,5 Prozent, in den ostdeutschen Bundesländern 8,4 Prozent. „Wir haben einen langen Atem bewiesen, und das hat sich gelohnt“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Sonja Austermühle laut der Mitteilung. Die Gewerkschaft bezeichnete den Abschluss als vertretbar.
Die Arbeitgeber sehen die Einigung kritisch. „Trotz der nun erreichten Einigung müssen wir sehr deutlich klar machen, dass die nun auf die Unternehmen zukommenden Kostensteigerungen erheblich sind und unweigerlich zu betriebswirtschaftlichen Konsequenzen führen werden“, teilte Arbeitgeber-Verhandlungsführer Hans-Jörg Hisam mit.
Verdi hatte die Verhandlungen überraschend wieder aufgenommen, nachdem die Mitglieder einen zuvor ausgehandelten Kompromiss in einer Abstimmung mit 66,9 Prozent der Stimmen abgelehnt hatten. Während der Verhandlungsrunden kam es wiederholt zu Warnstreiks. Diese führten zu kleineren Beeinträchtigungen in der Bargeldversorgung. Die Unternehmen reagierten darauf, indem sie die Geldautomaten mit deutlich mehr Scheinen als üblich bestückten.
