Erst im kommenden Jahr und nicht mehr 2024, wie ursprünglich geplant, wird der erste konkrete Entwurf eines staatlichen Klimalabels für Lebensmittel präsentiert. Das hat Professor Dr. Achim Spiller von der Georg-August-Universität Göttingen der Lebensmittel Praxis bestätigt. Zu den genauen Gründen für die Verzögerung äußert sich Spiller nicht.
Startpunkt für ein staatliches Umweltlabel in Deutschland
2022 hatte das Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung seiner Lehrstätte den Auftrag des Landes Niedersachsen für das Entwickeln einer solchen Kennzeichnung erhalten. Professor Spiller geht davon aus, dass ein solches Label später eine bundesweite Signalwirkung hätte.
Er befürwortet es auch in seiner Funktion als Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz beim Bundesernährungs- und landwirtschaftsministerium.
Bei dem Label wird eine farblich codierte, fünfstufige Kennzeichnung angestrebt, die dem Nutri-Score oder auch der Energieklassifizierung bei Elektrogeräten ähnelt. Treibhausgasemissionen über alle Lebensmittel hinweg sollen betrachtet werden.
Nach Überzeugung von Professor Spiller wäre das Klimalabel Startpunkt für ein umfassendes staatliches Umweltlabel in Deutschland.
