Real-Insolvenz Kaufland will mehr als 20 Standorte übernehmen

Kaufland will etwa die Hälfte der geschlossenen Real-Märkte übernehmen. Bis Ende Februar 2025 sollen bis zu 23 der 49 aufgegebenen Standorte in das Kaufland-Filialnetz integriert werden.

Donnerstag, 28. März 2024, 11:44 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Kaufland

„Wir schauen uns jeden einzelnen Standort an, um zu entscheiden, wie umfangreich vor der Neueröffnung umgebaut werden muss“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. In einigen Filialen könnte eine Wiedereröffnung innerhalb weniger Tage erfolgen, während der Umbau in anderen Monaten dauern könnte. Eine Übernahme der Mitarbeiter der zuletzt geschlossenen Real-Märkte sei vorerst nicht geplant. „Da wir derzeit noch nicht absehen können, wann wir an den jeweiligen Standorten eine Kaufland-Filiale betreiben werden, können wir derzeit keine Aussage zu den Real-Mitarbeitern treffen“, teilt das Unternehmen mit.

In den letzten Jahren hat Kaufland nach eigenen Angaben über 100 ehemalige Real-Märkte mit mehr als 10.000 Mitarbeitern übernommen, wodurch die Verkaufsfläche um mehr als eine halbe Million Quadratmeter erweitert wurde. Mit über 770 Filialen bundesweit beschäftigt Kaufland etwa 90.000 Menschen.

Auch die Rewe Group hatte kürzlich ihr Interesse bestätigt. Es sei denkbar, weitere Märkte aus den verbliebenen Standorten zu prüfen, „wenn die Rahmenbedingungen passen sollten“, sagte ein Sprecher. In den letzten Jahren hat Rewe 14 Real-Märkte übernommen. Edeka äußerte sich diesbezüglich bisher nicht.

Die SB-Warenhauskette Mein Real beantragte Ende September 2023 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Die letzten 49 Marktsschließungen am vergangenen Wochenende betreffen laut Real GmbH 2.500 Mitarbeiter.

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