Konjunktur Deutsche Wirtschaft schrumpft

Die deutsche Wirtschaftsleistung wird nach Einschätzungen der Bundesbank im dritten Quartal 2023 schrumpfen. Gründe dafür seien die Kaufzurückhaltung der Verbraucher sowie gestiegene Energie- und Rohstoffpreise.

Montag, 18. September 2023 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Deutsche Wirtschaft schrumpft
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Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft trüben sich nach Einschätzung der Bundesbank zusehends ein. „Die deutsche Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal 2023 etwas schrumpfen“, schreibt die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht für September.

Angesichts der anhaltend hohen Teuerung werde sich die Rückkehr der Konsumfreude weiterhin verzögern. „Mit spürbaren positiven Impulsen vom privaten Konsum ist kaum zu rechnen. Trotz des etwas nachlassenden Preisanstiegs, der kräftigen Lohnzuwächse und der guten Arbeitsmarktlage halten sich die privaten Haushalte noch mit Ausgaben zurück“, so die Bundesbank-Volkswirte.

Im August war die jährliche Inflationsrate mit 6,1 Prozent nur geringfügig unter dem Juli-Wert von 6,2 Prozent. Der sogenannte harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), den die Europäische Zentralbank (EZB) für ihre Geldpolitik heranzieht, lag in Europas größter Volkswirtschaft Deutschland im August bei 6,4 Prozent.

Die Bundesbank geht davon aus, dass in den kommenden Monaten sowohl die HVPI-Gesamtrate als auch die Kernrate - also die Inflation ohne schwankungsanfällig Preise für Energie und Lebensmittel - in Deutschland weiter sinken werden. Das liegt unter anderem an einem sogenannten Basiseffekt: Im Sommer 2022 hatten das auf drei Monate befristete 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt den Anstieg der Verbraucherpreise zeitweise gebremst, dieser Effekt fällt nun weg. „Dennoch dürfte die Inflationsrate vor dem Hintergrund eines robusten Lohnwachstums auch mittelfristig deutlich oberhalb von zwei Prozent liegen“, schreibt die Bundesbank.

Deutlich gestiegene Energie- und Rohstoffpreise machen auch der deutschen Industrie zu schaffen. „Neben der Konsumzurückhaltung drückt auch die sich intensivierende Schwäche der Industrie die Wirtschaftsleistung“, heißt es im Monatsbericht. „Die niedrigen und weiter sinkenden Auftragseingänge sowie die abnehmenden Auftragsbestände schlagen sich immer deutlicher in der Industrieproduktion nieder.“

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