Erhebung TV berichtet kritisch über Foodbranche

Die Berichterstattung über die Lebensmittelbranche im deutschen Fernsehen bleibt kritisch. In mehr als 40 Prozent der Sendungen wird die kritische Tonalität schon im Titel deutlich, wie eine neue Erhebung der Kommunikationsagentur Engel & Zimmermann ergeben hat. 

Freitag, 18. März 2022 - Handel
Lebensmittel Praxis
Artikelbild TV berichtet kritisch über Foodbranche
Bildquelle: Getty Images

Die Lebensmittelbranche hat auch im vergangenen Jahr einen dominanten Platz in der TV-Berichterstattung eingenommen: Insgesamt 813 Beiträge hat  Engel & Zimmermann im Jahr 2021 erfasst und ausgewertet – das sind im Schnitt mehr als 15 Beiträge pro Woche. Das Ergebnis der Analyse: Die „üblichen Verdächtigen“ rangieren sowohl bei den Branchen als auch bei den Themen wieder auf den Spitzenpositionen.  So fielen 57 % der Beiträge über die Fleischbranche kritisch aus, während es bei Obst & Gemüse lediglich 21 Prozent waren. In diesen Zahlen bestätigt sich das Bild der Vorjahre.

Dahinter machen sich jedoch wegweisende Veränderungen bemerkbar. So hat – wie auch in der gesamtgesellschaftlichen Wahrnehmung – das Thema Nachhaltigkeit in der Berichterstattung im Fernsehen deutlich an Bedeutung gewonnen. Und bei den Branchen sind erstmals die fleischlosen Alternativen und Ersatzprodukte auf einen der vorderen Ränge geklettert.

Alles in allem bleibt die Berichterstattung über die Ernährungsbranche, also über Landwirtschaft, Hersteller und Handel, insgesamt kritisch. „In diesem Punkt bleiben sich die Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen Formate, treu: Über die Branche wird mit großer Skepsis berichtet“, bilanziert Christian Wolfram, Leitung der Unit Food bei Engel & Zimmermann. „Daran ändern auch die sich leicht verändernden thematischen Schwerpunkte nichts.“

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