Corona beschleunige diese Entwicklung demnach zusätzlich, erläutert Genth. Der HDE-Nachhaltigkeits-Monitor zeige, dass das Thema beim Kauf von Lebensmitteln für knapp mehr als die Hälfte der Menschen und speziell beim Kauf von Fleisch für knapp 60 Prozent eine hohe Relevanz hat. „Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass sich die Verbraucher noch stärker mit der Herkunft und Nachhaltigkeit von Lebensmitteln auseinandergesetzt haben. Denn viele waren aufgrund der Corona-Lockdowns auf Selbstgekochtes angewiesen und haben so ihr Bewusstsein für die eigene Ernährung geschärft“, so Genth weiter.
Im vergangenen Jahr gaben die Verbraucher hierzulande pro Kopf 2.440 Euro für Lebensmittel aus, davon entfiel knapp mehr als ein Drittel auf nachhaltige Produkte. Mehr als ein Viertel der Deutschen isst täglich Fleisch oder Wurstwaren. Dabei geben die Deutschen pro Kopf und Jahr 295 Euro aus - 3,6 Prozent davon entfallen auf Biofleisch. „Die Kunden legen bei ihrer Kaufentscheidung im Einzelhandel stetig steigenden Wert auf nachhaltige Produktionsmethoden und die Herkunft der Waren", sagt Genth weiter. Ganz besonders spürbar sei das in den Bereichen Fleisch und Fashion. „Der Einzelhandel reagiert mit einem immer größeren Sortiment aus den Bereichen Bio oder Fair-Trade und treibt diese Entwicklung mit seinen Handelsmarken weiter voran“, so der HDE.