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Hamburger Einzelhandel G20 verursacht 18 Mio. Umsatzminus

Lebensmittel Praxis | 10. Juli 2017
Hamburger Einzelhandel: G20 verursacht 18 Mio. Umsatzminus

Bildquelle: gettyimages

Die Eskalation der Gewalt während des G20-Gipfels in Hamburg kommt den Hamburger Einzelhandel deutlich teurer zu stehen als vorher angenommen.

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Die Welt/N24 und andere Medien sprechen von hohen Umsatzausfällen vor allem in der City. Dort war offenbar im Vorfeld mit 15 Mio. Euro Gesamtausfall vor allem durch ausbleibende Kunden gerechnet worden. Doch die Zusammenstöße im benachbarten Schanzenviertel hatten dazu geführt, dass Geschäfte am Samstag teilweise ganz geschlossen blieben. Von Geisterstadt und unerträglichem Dauerlärm durch kreisende Hubschrauber sprechen Citymanager, Händler, Angestellte und vor allem Anwohner. Hamburgs City-Managerin Brigitte Engler schätzt die Umsatzausfälle laut Welt auf 18 Mio. Euro.

Eine Filiale der Drogerie-Kette Budnikowsky und ein Rewe-Supermarkt wurden geplündert, so wird berichtet. Budnikowsky-Chef Cord Wöhlke zeigt sich in einem kurzen Video-Statement vor seinem Geschäft am Schulterblatt auf Twitter entsetzt und sprachlos angesichts der verwüsteten Filiale.

Für den heutigen Montag sind Treffen von Handelskammer und Verbänden geplant, um über Ausmaß und mögliche Entschädigungen zu diskutieren. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) prüfen laut dpa, wie man die Hamburger Gewaltopfer mit Geld unterstützen kann. Das sei, so Merkel, mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) abgesprochen.