Die Intersnack Group steigt in den US-amerikanischen Snackmarkt ein. Der europäische Snackhersteller will den börsennotierten US-Produzenten Utz Brands übernehmen und von der Börse nehmen, wie Intersnack mitteilte. Intersnack zahlt demnach 14,25 US-Dollar (rund 12,54 Euro) pro Aktie – ein Aufschlag von etwa 91 Prozent auf den Schlusskurs vom 20. Juli 2026. Der Gesamtunternehmenswert von Utz Brands liegt den Angaben zufolge bei rund 2,9 Milliarden US-Dollar.
Nach Abschluss der Transaktion sollen die Gründerfamilien Rice und Lissette sowie Intersnack jeweils 50 Prozent der Anteile an Utz Brands halten. Das Unternehmen wäre dann nicht mehr börsennotiert. Utz Brands hat seinen Sitz in Hanover im US-Bundesstaat Pennsylvania und vertreibt seine Produkte nach eigenen Angaben über verschiedene Kanäle, darunter den Lebensmittelhandel, Discounter und Convenience-Stores. Zum Portfolio gehören Marken wie Utz, Boulder Canyon, On the Border und Zapp’s.
„Unsere Partnerschaft mit der Rice- und Lissette-Familie sowie unser Engagement bei Utz Brands eröffnen Intersnack eine vielversprechende Möglichkeit, unsere Präsenz in den großen und attraktiven US-Markt auszuweiten, auf dem wir bislang nicht vertreten sind“, zitierte Intersnack den Executive Chairman Johan van Winkel in der Mitteilung. Dylan Lissette, Chairman des Utz-Verwaltungsrats, äußerte sich ebenfalls: „Seit mehr als 100 Jahren produzieren wir Marken, die unsere Konsumenten begeistern.“
Intersnack erzielte zuletzt rund 5 Milliarden Dollar Umsatz
Für Intersnack bedeutet der Schritt den Eintritt in einen Markt, in dem das Unternehmen nach eigenen Angaben bislang nicht vertreten war. Die in Privatbesitz befindliche Gruppe beschreibt sich als einen der führenden Snackhersteller in Europa und Ozeanien mit rund 14.500 Beschäftigten in mehr als 30 Ländern. Im Jahr 2025 erzielte Intersnack nach eigenen Angaben einen Nettoumsatz von rund 5 Milliarden US-Dollar (etwa 4,5 Milliarden Euro). Zu den Marken des Unternehmens zählen unter anderem Funny-Frisch, Chio, Pom-Bär, Hula Hoops und Tyrrells.
Utz Brands verfügt laut der Mitteilung über mehrere Produktionsstandorte in den USA und blickt auf eine mehr als hundertjährige Unternehmensgeschichte zurück. Intersnack betonte, das Unternehmen sei in den vergangenen Jahren sowohl organisch als auch durch Zukäufe gewachsen. Ob und wann die zuständigen Kartellbehörden die Übernahme genehmigen, geht aus der Mitteilung nicht hervor.