Bäckereimaschinen Fritsch baut neue Zentrale für 75 Millionen Euro

Der Bäckereimaschinenhersteller Fritsch investiert 75 Millionen Euro in eine neue Unternehmenszentrale im unterfränkischen Iphofen. Fünf bisherige Standorte sollen dort zusammengeführt werden. Das Unternehmen plant zudem ein Technologiezentrum namens „World of Bakery“.

Montag, 20. Juli 2026, 15:33 Uhr
Manuel Glasfort
Nach dem ersten Spatenstich kann es losgehen mit dem Bau der neuen Zentrale von Fritsch. Kostenpunkt: 75 Millionen Euro. Bildquelle: Multivac Group / Fritsch

Der Bäckereimaschinenhersteller Fritsch, eine Tochtergesellschaft der Multivac Group, baut im unterfränkischen Iphofen eine neue Unternehmenszentrale. Das Investitionsvolumen beträgt nach Angaben der beiden Unternehmen rund 75 Millionen Euro. Am Wochenende fand der offizielle erste Spatenstich statt. Fritsch beliefert auch Großbäckereien mit seiner Technik.

Auf einem rund 76.000 Quadratmeter großen Gelände im neuen Gewerbegebiet der Stadt Iphofen sollen drei Gebäude entstehen: ein Verwaltungsgebäude mit rund 5.000 Quadratmetern Fläche auf drei Etagen, ein Produktionsgebäude mit rund 20.000 Quadratmetern sowie in einer späteren Ausbaustufe ein Technologiezentrum namens „World of Bakery“. Der neue Standort soll die bisher fünf Standorte von Fritsch zusammenführen. Die Fertigstellung plant das Unternehmen für das zweite Quartal 2028.

Fritsch beschäftigt den Angaben zufolge derzeit rund 400 Mitarbeiter. Der neue Standort biete Kapazitäten für bis zu 600 Arbeitsplätze, hieß es. „Der erste Spatenstich markiert den Beginn unseres neuen Firmensitzes und hat in unserem Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen eine besondere Bedeutung“, zitierte das Unternehmen Geschäftsführer Nico Haßmann in der Mitteilung.

Multivac-Chef Traumann sieht Potenziale im Backwarensegment

Multivac-Chef Christian Traumann bezeichnete Fritsch als „einen wichtigen Bestandteil unseres Portfolios“. Die Entwicklung im Backwarensegment und die Potenziale des Fritsch-Angebots in den internationalen Tochtergesellschaften bestätigten die Investitionsentscheidung, hieß es in der Mitteilung.

Beim Bau setzt Fritsch nach eigenen Angaben auf Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und eine thermische Bauteilaktivierung zur Temperierung der Produktionsbereiche. Um die Flächenversiegelung zu begrenzen, sollen die Parkplätze mit Rasengittersteinen befestigt und Grünflächen zur Versickerung von Regenwasser angelegt werden.

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