Spielwarenbranche Ravensburger darf Teddy-Hersteller Steiff übernehmen

Das Bundeskartellamt genehmigt den Kauf von 60 Prozent der Anteile am Plüschtierhersteller Steiff durch Ravensburger. Die Produktportfolios überschneiden sich aus Sicht der Behörde nicht. Steiff bleibt eigenständig.

Donnerstag, 09. Juli 2026, 10:41 Uhr
Manuel Glasfort (mit dpa)
Einen Steiff-Teddy kann man am Knopf im Ohr und dem kleinen Fähnchen erkennen. Bildquelle: Getty Images

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme des Plüschtierherstellers Steiff durch den Spielehersteller Ravensburger genehmigt. Ravensburger erwirbt 60 Prozent der Anteile an dem Unternehmen aus Giengen an der Brenz in Baden-Württemberg, wie die Behörde mitteilte. Die Anteile verkaufen die Erben der Firmengründerin Margarete Steiff.

Steiff gilt als Erfinder des Teddybären

„Wettbewerbliche Bedenken ergeben sich nicht, da sich die Produktportfolios der Unternehmen nicht überschneiden“, sagte Kartellamtschef Andreas Mundt. „Zudem verfügen die Unternehmen im Spielwareneinzelhandel über hinreichend starke Abnehmer, sodass auch sonst keine nachteiligen Auswirkungen auf den Wettbewerb zu erwarten waren.“

Steiff soll den Angaben zufolge weiterhin eigenständig geführt werden. Das Unternehmen gilt als Erfinder des Teddybären und produziert seit mehr als 140 Jahren hochwertige Plüschtiere, die am markanten Knopf im Ohr erkennbar sind. Zudem verkauft Steiff Kleidung für Babys und Kinder.

Ravensburger ist vor allem für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Sammelkarten bekannt. Zu den Klassikern des Unternehmens aus Oberschwaben zählen „Fang den Hut“, „Memory“, „Das verrückte Labyrinth“ und „Scotland Yard“. Weitere bekannte Produkte sind das Lernsystem „Tiptoi“ und die Kugelbahn „Gravitrax“.

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