Umsatz steigt Spielwarenbranche wächst wieder um 3 Prozent

Die deutsche Spielwarenbranche erwartet für dieses Jahr einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro. Nach drei Jahren Rückgang wächst die Branche damit wieder. Doch Verbände warnen vor gefährlichen Billigprodukten aus dem Ausland.

Mittwoch, 19. November 2025, 15:06 Uhr
Lea Pichler (mit dpa)
Traditionell ist das Weihnachtsgeschäft für die Spielwarenbranche besonders wichtig.

Die deutsche Spielwarenbranche erwartet für dieses Jahr ein Umsatzplus von rund 3 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. Das teilte der Handelsverband Spielwaren in Nürnberg mit. Nach drei Jahren mit rückläufigen Zahlen wachse die Branche damit wieder, sagte Geschäftsführer Steffen Kahnt. An die Rekordwerte der Corona-Jahre, als die Nachfrage während des Lockdowns stark stieg, reiche das Ergebnis allerdings nicht heran.

Das Weihnachtsgeschäft spielt für die Spielwarenhersteller und -händler eine zentrale Rolle. Etwa ein Drittel der Jahresumsätze erzielt die Branche im November und Dezember, wie Joachim Stempfle vom Marktforschungsinstitut Circana erläuterte. Die Preise für Spielwaren stiegen den Angaben zufolge nur moderat um 1,8 Prozent und lägen damit unter der Inflationsrate.

Verbraucher gaben vergangenes Weihnachten durchschnittlich 168 Euro pro Kind für Spielzeug aus, wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Handelsverbands ergab. Im Vorjahr waren es noch 150 Euro gewesen. Besonders gefragt seien in diesem Jahr Spielzeuge mit künstlicher Intelligenz, aber auch Klassiker wie Kugelbahnen, Puzzles, Bausets, Eisenbahnen und Kuscheltiere, hieß es.

Spielwarenindustrie warnt vor Billigprodukten aus Drittländern

Die Hersteller befürchten jedoch, dass Verbraucher in diesem Jahr sparsamer agieren könnten. „Die Konsumenten halten das Geld zusammen und achten verstärkt auf Preispunkte“, zitierte der Handelsverband Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie in der Mitteilung. Hersteller und Händler warnten davor, günstige Weihnachtsgeschenke auf Online-Plattformen aus Drittländern zu kaufen.

Neue Testkäufe des europäischen Spielwarenverbands Toy Industries of Europe hätten gezeigt, dass ein Großteil der dort gekauften Spielzeuge erhebliche Sicherheitsmängel aufweise, sagte Brobeil laut der Mitteilung. Der Verband habe unter anderem Babyrasseln, Plüschtiere, Puppen, Spielschleim, Magnetspielzeug und batteriebetriebene Spielzeuge auf sieben Online-Marktplätzen bestellt und in einem Labor untersuchen lassen. Fast neun von zehn Produkten stellten demnach ein Risiko für Kinder dar, weil sich etwa Kleinteile lösten oder Knopfzellbatterien zugänglich waren.

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