Die Westerwald-Brauerei aus Hachenburg hat nach eigenen Angaben ein erfolgreiches erstes Halbjahr 2026 verzeichnet. Das mehr als 120-köpfige Team habe rund 16 Prozent mehr Flaschen abgefüllt als im Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen mit. Der Bierabsatz sei sowohl bei klassischen Bieren als auch im alkoholfreien Sortiment deutlich gestiegen.
Besonders stark habe sich das Hachenburger Hell Alkoholfrei entwickelt – den Angaben zufolge nahezu ohne größere Werbemaßnahmen. Damit bewegt sich die Westerwald-Brauerei im Trend. Insgesamt legte die Produktion von alkoholfreiem Bier in Deutschland zuletzt deutlich zu, während die Herstellung von alkoholhaltigem Bier deutlich rückläufig war.
Auch die neu eingeführte Hachenburger Cola und Cola Zero habe das ursprünglich für das gesamte erste Jahr geplante Absatzziel bereits wenige Wochen nach der Markteinführung erreicht. Die im vergangenen Jahr eingeführten Limonaden hätten ebenfalls deutlich zugelegt.
Geschäftsführer Jens Geimer, der die inhabergeführte Familienbrauerei in fünfter Generation leitet, ordnete die Zahlen in der Mitteilung allerdings ein: „Die Situation in unserer Branche bleibt anspruchsvoll. Steigende Kosten, eine schwierige Beschaffungssituation und eine insgesamt verhaltene Konsumstimmung stellen viele Unternehmen vor große Herausforderungen.“ Man freue sich über das erfolgreiche Halbjahr, wisse aber, „dass wir demütig bleiben müssen“.
Westerwald-Brauerei baut Logistik um und belohnt Belegschaft mit Dublin-Reise
Parallel zum laufenden Betrieb stemme das Unternehmen derzeit den Umbau einer neuen Logistik sowie die Inbetriebnahme einer neuen Flaschenfüllerei. Auch der Dienstleistungsbereich der Erlebnis-Brauerei habe sich laut der Mitteilung positiv entwickelt. Als Anerkennung für die Leistung der Belegschaft plane die Brauerei im November eine dreitägige Reise nach Dublin für das gesamte Team.
Darüber hinaus gab die Westerwald-Brauerei bekannt, dass ihr Hachenburger Hell seit Kurzem in allen 130 Flugzeugen der Lufthansa-Tochter Eurowings angeboten werde. Die Kooperation sei zunächst auf mehrere Monate angelegt. Die Brauerei beschäftigt den Angaben zufolge gut 120 Mitarbeiter sowie 13 Auszubildende und vertreibt ihre Produkte schwerpunktmäßig im Westerwald und den angrenzenden Regionen – sowohl in der Gastronomie als auch im Lebensmitteleinzelhandel.