Der Gebäckhersteller Griesson - de Beukelaer hat im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz um 8 Prozent auf 783 Millionen Euro gesteigert. Der Absatz sank dagegen leicht auf 151.000 Tonnen, wie das Unternehmen mitteilte. Konkrete Angaben zum Gewinn nannte Griesson - de Beukelaer nicht, das Ergebnis habe aber im Rahmen der Erwartungen gelegen. Das Familienunternehmen mit Sitz in Polch in Rheinland-Pfalz bezeichnete die Entwicklung als positiv, obwohl die Rahmenbedingungen schwierig gewesen seien.
Das Umsatzwachstum führt das Unternehmen vor allem auf Preiserhöhungen zurück, die durch gestiegene Rohstoffpreise nötig geworden seien. Auch Veränderungen im Produkt-Mix hätten zum Wachstum beigetragen. Rund 55 Prozent des Gesamtumsatzes entfielen auf das internationale Geschäft, vor allem in Europa und Nordamerika. Der gesunkene Absatz bei gleichzeitig gestiegenem Umsatz zeigt, dass die Preissteigerungen das Mengengeschäft belasteten.
„Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 belegen die konsequente Umsetzung unserer strategischen Ausrichtung und bestätigen den nachhaltigen Erfolg der Unternehmensentwicklung“, zitierte das Unternehmen den Vorstandschef Dany Schmidt in der Mitteilung. Die Marken Griesson, De Beukelaer, Prinzen Rolle, Leicht & Cross und Cereola behaupteten sich in einem herausfordernden Marktumfeld. Auch das Geschäft mit Handelsmarken habe sich positiv entwickelt.
Prinzen Rolle bleibt umsatzstärkstes Produkt
Die Marke Prinzen Rolle verkaufte den Angaben zufolge mehr als 24,5 Millionen Packungen und verteidigte damit die Position als umsatzstärkstes Produkt im Markt für Süßgebäck. Das Produkt wird seit 70 Jahren in Deutschland produziert. Die Marke Griesson Soft Cake habe durch ein neues, fruchtigeres Konzept Impulse gesetzt und das Segment Schokogebäck mit Fruchtfüllung belebt, teilte das Unternehmen mit.
Das Unternehmen investiert mehr als 100 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts Wurzen in Sachsen. Dort entstehen bis 2027 zusätzliche Produktionskapazitäten für Griesson Soft Cake und bis zu 100 neue Arbeitsplätze. Mit dem Aufbau modernster Anlagen treibe das Familienunternehmen den vorhandenen hohen Automatisierungsgrad weiter voran, hieß es. „Mit umfangreichen Investitionen entwickeln wir unsere deutschen Produktionsstandorte konsequent weiter und sichern die Zukunftsfähigkeit sowie das hohe Qualitätsniveau, auf das Handel und Konsumenten vertrauen können“, zitierte das Unternehmen Schmidt.
Das Familienunternehmen produziert an den Standorten Polch in Rheinland-Pfalz, Kahla in Thüringen und Wurzen in Sachsen.