Die Produktion von Rindfleisch in Europa sinkt weiter. Die EU-Kommission erwartet, dass sich dieser Trend im Jahr 2025 fortsetzt. Von Januar bis August dieses Jahres erzeugten die europäischen Länder 3,9 Prozent weniger Rindfleisch als im Vorjahreszeitraum. Hauptgrund für den Rückgang sind die schrumpfenden Rinderbestände.
Die europäische Rinderherde verringerte sich im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent. Innerhalb von fünf Jahren sank die Zahl der gehaltenen Rinder seit 2020 bereits um 7,3 Prozent. Die EU-Kommission führt diese Entwicklung auf häufiger auftretende Hitzeperioden zurück, die in den zurückliegenden Jahren die Futtermittelunsicherheit fortlaufend erhöht haben.
Im Außenhandel rechnet die EU-Kommission sowohl bei den Ausfuhren als auch bei den Einfuhren mit leicht erhöhten Aktivitäten. Zu den wichtigsten Exportländern gehören Irland, Polen und Spanien. Beim Verbrauch geht die Kommission von einer weiteren Stabilisierung aus. Für 2026 prognostiziert sie einen Pro-Kopf-Verzehr von 9,5 Kilogramm Rindfleisch im europäischen Mittel.
Für das kommende Jahr schätzt die EU-Kommission eine leicht höhere Produktionsmenge. Zuvor war die Erzeugung durch stetige Rückgänge aufgrund gesunkener Rinderbestände gekennzeichnet.
Preise am Schlachtrindermarkt steigen weiter
Die Preise für Schlachtkühe steigen erneut um 10 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht, berichtet die top agrar in einer Meldung von 2. Dezember. Bei Jungbullen bewege sich das Angebot auf mittlerem Niveau und wird gut nachgefragt. Seitens der Schlachtbetriebe gäbe es keine Forderungen nach Preissenkung.
Der Süden hat sich preislich wieder deutlich abgesetzt und liegt beim Jungbullen 15 bis 20 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht über den Erlösen im Norden. Der Aufschlag für Haltungsform 3 liegt im Mittel bei 30 Cent, mit einer Tendenz zu 35 Cent, heißt es in der Meldung. Gerade bei den Jungbullen ist der Zuschlag je nach Programm weit gespreizt.
Der Zuschlag für Haltungsform 3 bei Kühen liegt jetzt bei 30 Cent. Im Nordwesten liegt der Aufschlag für Haltungsform 3 bei 30 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht, für Haltungsform 4 auch darüber. Allerdings haben nicht alle Schlachtbetriebe für solche Kühe einen Vermarktungsweg. Das Angebot wird größer, verschiedene Molkereien schaffen entsprechende Voraussetzungen.
