Verpackungsmaschinen Syntegon steigert Umsatz deutlich

Der Verpackungsmaschinenhersteller Syntegon hat im dritten Quartal den Umsatz deutlich ausbauen können. Das Pharmageschäft wuchs um 32 Prozent. Die Marge kletterte auf 16,7 Prozent.

Freitag, 21. November 2025, 15:01 Uhr
Manuel Glasfort
Syntegon bietet Verpackungslösungen für die Lebensmittelbranche und die Pharmaindustrie an. Bildquelle: Syntegon/Screenshot

Der Verpackungsmaschinenhersteller Syntegon – ehemals Teil von Bosch – hat im dritten Quartal 2025 den Umsatz um 19 Prozent auf 448 Millionen Euro gesteigert. Das organische Wachstum lag bei 15 Prozent, wie das Unternehmen mitteilte. Den größten Beitrag leistete das Pharmageschäft, das den Umsatz um 32 Prozent steigerte, davon 20 Prozent organisch. Diese Entwicklung führt Syntegon auf eine anhaltend hohe Kundennachfrage sowie neue Projektgewinne zurück.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg im dritten Quartal um 37 Prozent auf 75 Millionen Euro. Die Marge erreichte 16,7 Prozent, ein Anstieg um 230 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr. Die Margenausweitung begründet das Unternehmen mit einer höheren Auslastung, der Umsetzung margenstärkender Initiativen im Rahmen der operativen Exzellenz sowie einer strategischen Fokussierung auf margenstärkere Geschäftsbereiche.

In den ersten neun Monaten des Jahres stieg der Gesamtumsatz um 14 Prozent auf 1,272 Milliarden Euro, davon 11 Prozent organisches Wachstum. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen stieg um 40 Prozent auf 202 Millionen Euro, was einer Marge von 15,9 Prozent entspricht. Der freie Cashflow verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 31 Prozent auf 102 Millionen Euro. 

Telstar trägt zum Wachstum bei

Das Wachstum im Bereich Vials-Linien beschleunigte sich nach Angaben des Unternehmens dank der Integration von Telstar, das im vierten Quartal 2024 übernommen wurde. Telstar erzielte als Teil von Syntegon eine deutliche Margenverbesserung und ein starkes Wachstum in seinem Kerngeschäft mit Gefriertrocknern. Das Unternehmen verzeichnete außerdem einen starken Auftragseingang im Bereich RTU-Spritzen, also vorsterilisierte und gebrauchsfertige Spritzen. Im Segment Lebensmittel trug die neue SVX-Plattform den Angaben zufolge zum Wachstum bei, die durch ihr modulares und skalierbares Design zu höheren Margen beitrug.

„Unsere Wachstums- und Wertschöpfungsstrategie zeigt messbare Erfolge und unterstreicht das Vertrauen, das unsere Kunden in Syntegon als ihren strategischen Lifecycle-Partner für ihre kritischen Technologien setzen“, zitierte das Unternehmen den Vorstandschef Torsten Türling in der Mitteilung.

Mögliche Herausforderungen durch globale Handelsentwicklungen, insbesondere US-Zölle, werden den Angaben zufolge durch gezielte Maßnahmen, die global breit aufgestellte Lieferkette und starke Kundenpartnerschaften abgefedert. Das Unternehmen erwartet für 2025 nur minimale Auswirkungen. 

Im Geschäftsjahr 2024 erwirtschaftete Syntegon einen Umsatz von 1,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Stuttgart beschäftigt nach eigenen Angaben 6.900 Mitarbeiter an 47 Standorten in mehr als 20 Ländern.

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