Getränkemarkt Schnapsbrenner Berentzen meldet Umsatzeinbruch

Der Getränkekonzern Berentzen meldet für die ersten neun Monate einen deutlichen Umsatzrückgang und senkt die Prognose fürs Gesamtjahr. Die schwache Verbrauchernachfrage bei alkoholischen Getränken belastet das Geschäft. Die Marke Mio Mio entwickelt sich dagegen positiv.

Dienstag, 14. Oktober 2025, 13:01 Uhr
Manuel Glasfort
Der Hauptsitz von Berentzen befindet sich in Haselünne im Emsland. Bildquelle: Berentzen

Der Getränkekonzern Berentzen hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Die Erlöse sanken auf 119,4 Millionen Euro, nach 133,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen mitteilte. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ging auf 5,6 Millionen Euro zurück, nach 7,6 Millionen Euro in den ersten neun Monaten 2024.

Als Grund für die rückläufige Entwicklung nannte Berentzen eine schwache Verbrauchernachfrage im Markt für alkoholische Getränke. Eine für das zweite Halbjahr 2025 erwartete Erholung der Konsumstimmung sei ausgeblieben. „Gerade alkoholische Getränke sind in Deutschland seit dem Nach-Corona-Aufschwung in 2022 mittlerweile im dritten Jahr in Folge von signifikanten Volumenrückgängen geprägt“, erklärte Vorstandschef Oliver Schwegmann laut der Mitteilung.

Zum Umsatzrückgang trug auch der Verkauf des Mineralbrunnens am Standort Grüneberg bei, den Berentzen im Oktober 2024 veräußert hatte. Die Marke Mio Mio entwickelte sich nach Unternehmensangaben dagegen positiv und steigerte den Umsatz in den ersten neun Monaten um acht Prozent. Berentzen plant für das kommende Jahr weitere Innovationen bei der Marke.

Berentzen senkt Umsatzprognose für 2025

Für das Gesamtjahr 2025 senkte der Getränkekonzern seine Umsatzprognose. Das Unternehmen rechnet nun mit Erlösen zwischen 165 und 169 Millionen Euro. Die Ergebnisprognose bestätigte Berentzen dagegen. Das Betriebsergebnis soll zwischen 8,0 und 9,5 Millionen Euro liegen. „Wir erwarten aufgrund der positiven Margeneffekte auch im vierten Quartal ein Konzern-EBIT auf dem Niveau des starken Vorjahres“, teilte Schwegmann mit.

In den kommenden Wochen will Berentzen eine Aktualisierung seiner strategischen Ausrichtung vorstellen. Der Konzern sieht nach eigenen Angaben Wachstumschancen in innovativen Produktkategorien sowie in neuen Absatzmärkten und Vertriebskanälen.

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