Reemtsma will seinen Standort in Langenhagen bei Hannover aufgeben. Der Tabakhersteller plant nach eigenen Angaben, das dortige Werk zu verkaufen oder zu schließen. Diese Entscheidung betrifft 640 Mitarbeiter.
Weltweit sinkende Produktionsmengen im Tabakmarkt
Reemtsma informierte die Belegschaft über die geplanten Maßnahmen. Nun beginnen Verhandlungen über die Zukunft des Standorts. Das Werk in Langenhagen, das seit 1971 in seiner heutigen Form besteht, stellt klassische Fabrikzigaretten, Feinschnitttabak und Tabaksticks für Tabakerhitzer her.
Reemtsma begründet den geplanten Rückzug mit einer unzureichenden Auslastung der Produktion und hohen Kosten. Dies hängt mit weltweit sinkenden Produktionsmengen im Tabakmarkt zusammen. „Rückläufige Volumina, hohe Produktionskosten und herausfordernde regulative Hürden machen ein Produktionsende in Langenhagen leider alternativlos“, erklärte Rémi Guillon, Director Supply Chain Europe von Imperial Brands und Mitglied im Reemtsma-Vorstand.
Mutterrkonzern überarbeitet Strategie
Der britische Mutterkonzern Imperial Brands hat seine Unternehmensstrategie für die Jahre 2026 bis 2030 überarbeitet. Im Rahmen dieser Neuausrichtung überprüfte das Unternehmen sein weltweites Fertigungsnetzwerk. Als Folge davon trennt sich Reemtsma nun vom Standort Langenhagen.
Reemtsma bezeichnet sich selbst als zweitgrößtes Unternehmen im deutschen Tabakmarkt. Neben Langenhagen ist der Tabakhersteller in Deutschland noch in Hamburg tätig. Dort befindet sich seit 1923 die Firmenzentrale im Stadtteil Bahrenfeld auf dem Gelände einer ehemaligen Marzipanfabrik. Am Hamburger Standort arbeiten 730 Mitarbeiter.
