Führungswechsel in Vevey Nestlé feuert Konzernchef wegen Beziehung zu Mitarbeiterin

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Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat seinen Chef Laurent Freixe (Foto, links) fristlos entlassen. Grund ist eine verheimlichte Beziehung zu einer ihm unterstellten Mitarbeiterin. Sein Nachfolger wird der bisherige Nespresso-Chef Philipp Navratil (Foto, rechts).

Dienstag, 02. September 2025, 09:02 Uhr
Theresa Kalmer
Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern hat seinen Konzernchef Laurent Freixe (links) mit sofortiger Wirkung entlassen. Zum neuen Chef ernannte der Verwaltungsrat den bisherigen Nespresso-Chef Philipp Navratil. Bildquelle: Nestlé

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat seinen Konzernchef Laurent Freixe mit sofortiger Wirkung entlassen. Grund ist eine nicht offengelegte Beziehung zu einer ihm direkt unterstellten Mitarbeiterin, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Verwaltungsrat sah in dem Verhalten Freixes einen Verstoß gegen den Verhaltenskodex und interne Richtlinien des Unternehmens. Eine vom Verwaltungsratspräsidenten Paul Bulcke und dem Lead Independent Director Pablo Isla geleitete Untersuchung führte zu der Entscheidung, wie das Unternehmen auf seiner Internetseite bekanntgab. „Das war eine notwendige Entscheidung. Die Werte und die Unternehmensführung von Nestlé sind starke Fundamente unseres Unternehmens“, zitierte das Unternehmen Bulcke in der Mitteilung.

Zum neuen Konzernchef ernannte der Verwaltungsrat den bisherigen Nespresso-Chef Philipp Navratil. Navratil arbeitet seit 2001 bei Nestlé. Seine Karriere begann er in der internen Revision. Nach verschiedenen Positionen in Zentralamerika leitete er ab 2009 das Nestlé-Geschäft in Honduras. 2013 übernahm er die Führung des Kaffee- und Getränkegeschäfts in Mexiko. Seit Juli 2024 führte er die Nestlé-Tochter Nespresso. Anfang 2025 rückte er in die Konzernleitung auf.

Der abgesetzte Freixe hatte den Chefposten bei Nestlé erst im September 2024 übernommen. Er folgte damals auf den deutschen Manager und früheren Fresenius-Chef Mark Schneider. Der Verwaltungsrat betonte, die strategische Ausrichtung des Unternehmens bleibe unverändert. Das Tempo bei Wachstum und Effizienz solle aber gesteigert werden.

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