Rheinland-Pfalz als weinreichstes Bundesland veranstaltete in Oppenheim den nationalen Vitaevino-Day. Die Weinwirtschaft will damit für verantwortungsvollen Weingenuss und die Bedeutung des Weins als Kulturgut werben.
Schmitt: Wein ist mehr als ein Getränk
„Wein ist mehr als ein Getränk. Wein ist Teil unserer Kultur, unserer Landschaft und unserer regionalen Wertschöpfung“, erklärte Wirtschafts- und Weinbauministerin Daniela Schmitt auf der Veranstaltung. Wein stehe für Lebensfreude, Gastfreundschaft und verantwortungsvollen Genuss. Schmitt betonte: „Es braucht eine Kultur der Eigenverantwortung statt einer Verbotskultur.“
Weinbau in der schwierigsten Lage seit Jahrzehnten
Der Weinbau befindet sich in der schwierigsten Lage seit Jahrzehnten, stellte die Ministerin dar. Absatzkrise, Kostenexplosion und fehlende Nachfrage setzen ihr zufolge viele Betriebe unter Druck. Mit dem Weinbaupaket 2025+ wolle das Land gegensteuern, so die FDP-Politikerin. Das Ziel: Den Absatz stärken, das Angebot disziplinieren und Bürokratie abbauen. Es soll mehr Wein aus Rheinland-Pfakz verkauft, aber langfristig weniger produziert werden.
Ministerin stellte Weinbaupaket 2025+ vor
Das Weinbaupaket 2025+ umfasst nach Angaben der Ministerin Maßnahmen für Export- und Markterschließung, Herkunfts- und Qualitätskommunikation sowie zielgerichtete Vermarktung. Die Vitaevino-Kampagne greift diese Stoßrichtung auf. Sie grenzt den maßvollen Weingenuss klar vom Missbrauch ab und macht die gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung des Weins sichtbar. Ministerin Schmitt lobte: „Initiativen wie Vitaevino tragen dazu bei, dass unsere Winzerinnen und Winzer auch gesellschaftlich die starke Stimme bekommen, die sie verdienen.“
Der Vitaevino-Day gehört zu einer europaweiten Kampagne, die Verbände der europäischen Weinwirtschaft tragen.
