Zuckerkonzern Südzucker senkt Umsatz- und Gewinnprognose deutlich

Der Zuckerkonzern Südzucker rechnet mit einem schwächeren Geschäftsjahr 2025/26. Das Unternehmen erwartet einen Umsatzrückgang von bis zu 900 Millionen Euro. Niedrige Weltmarktpreise für Zucker und Probleme in anderen Geschäftsbereichen belasten das Ergebnis.

Freitag, 22. August 2025, 09:15 Uhr
Theresa Kalmer
Südzucker ist eine international agierende Unternehmensgruppe. Die Gruppe beackert insgesamt fünf Geschäftsfelder: Zucker, Spezialitäten, Crop Energies, Stärke und Frucht. Bildquelle: Dennis Möbus/Südzucker

Der Zuckerkonzern Südzucker hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 deutlich nach unten korrigiert. Das Unternehmen erwartet nun einen Konzernumsatz zwischen 8,3 und 8,7 Milliarden Euro, wie Südzucker mitteilte. Bisher hatte der Konzern 8,7 bis 9,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Auch beim operativen Ergebnis rechnet Südzucker mit einem deutlichen Rückgang. Den Angaben zufolge soll dieses nur noch zwischen 100 und 200 Millionen Euro liegen. Die bisherige Prognose hatte 150 bis 300 Millionen Euro vorgesehen. Das Konzern-EBITDA werde zwischen 470 und 570 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte Südzucker hier 525 bis 675 Millionen Euro prognostiziert.

Als Grund für die Prognosesenkung nannte der Konzern unter anderem anhaltend niedrige Weltmarktpreise für Zucker. Zwar verzeichne der EU-Markt Preissteigerungen, diese blieben jedoch unter den ursprünglichen Erwartungen, erklärte Südzucker.

Crop Energies kämpft mit niedrigen Ethanolpreisen

Auch in anderen Geschäftsbereichen läuft es schlechter als erwartet. So belasten im Segment Crop Energies niedrige Ethanolpreise das Ergebnis. Zudem wirken sich nach Unternehmensangaben technische Schwierigkeiten nach einem Wartungsstillstand negativ aus. Im Segment Spezialitäten drücken gestiegene Materialkosten und ein zunehmender Preisdruck auf der Absatzseite auf das Ergebnis.

Südzucker wies darauf hin, dass die wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen der aktuellen geopolitischen und weltwirtschaftlichen Situation auf den künftigen Geschäftsverlauf weiterhin schwer abschätzbar seien.

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