Der Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Exporteure (BSI) und sein europäischer Dachverband Spirits Europe kritisieren die Einführung eines 15-prozentigen Zolls auf EU-Spirituosen-Exporte in die USA. Der Zoll gilt seit dem 8. August 2025 und beendet das 1997 eingeführte zollfreie Abkommen zwischen der EU und den USA für Spirituosen. Die Verbände befürchten durch den neuen Zoll einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für deutsche und europäische Spirituosenhersteller.
450 Prozent mehr Handel zwischen 1997 und 2018
Die Null-zu-Null-Regelung habe den Handel mit Spirituosen zwischen den beiden Wirtschaftsräumen deutlich angekurbelt, berichtet BSI-Geschäftsführerin Angelika Wiesgen-Pick. Der transatlantische Handel mit Spirituosen habe sich zwischen 1997 und 2018 um 450 Prozent erhöht.
Der Verband betont, die Regelung habe Arbeitsplätze in der Spirituosenindustrie, im Einzelhandel und im Gastronomiegewerbe auf beiden Seiten des Atlantiks geschaffen. Überdies seien die kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen zwischen den Sektoren in der EU und den USA gestärkt worden.
„Insofern appelliert der BSI weiterhin eindringlich für die Wiedereinführung des Null.zu-Null-Zollabkommens“, erklärte Angelika Wiesgen-Pick. Außerdem müssten die US-Zölle auf EU-Spirituosen dauerhaft aufgehoben werden, ebenso wie alle EU-Vergeltungsmaßnahmen gegenüber US-Spirituosen.
