Gandhi Gabriel fordert die Lebensmittelbranche auf, sich besser gegen Krisen zu wappnen. Der Wirtschaftswissenschaftler und Chef des Unternehmens SSB – Sicherheit, Service, Beratung sprach mit der Lebensmittel Praxis über notwendige Schritte zur Krisenbewältigung.
Lebensmittelwirtschaft besonders gefährdet
Gabriel unterstreicht, wie bedeutsam Ernährungsindustrie und Lebensmittelwirtschaft für die Gesellschaft sind. „Die Ernährungsindustrie und Lebensmittelwirtschaft zählen zu den essenziellen Sektoren unserer Gesellschaft. Sie gewährleisten die Versorgungssicherheit und sind im Falle von Katastrophen oder kriegerischen Konflikten besonders gefährdet“, so der Experte.
„Enge Abstimmung ist essenziell“
Der Sicherheitsexperte rät staatlichen Stellen, sie sollten Schutzmaßnahmen laufend an neue Bedrohungen anpassen. Gabriel empfiehlt, Versorgungsketten stärker in nationale Notfallpläne einzubinden, in widerstandsfähige und redundante Versorgungssysteme zu investieren sowie Frühwarn- und Krisenmanagementsysteme zu verbessern. „Eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern, Industrie und Verbänden ist ebenfalls essenziell“, betont er.
Gabriel rät Unternehmen zu Risikoanalysen
Unternehmen im Ernährungssektor sollten laut Gabriel regelmäßig Risiken analysieren und ihre Widerstandsfähigkeit prüfen. Er empfiehlt, Lieferanten zu diversifizieren, strategische Reserven aufzubauen und Kooperationen zu bilden. Zudem sollten Firmen in sichere digitale Infrastrukturen investieren. „Robuste IT-Systeme sind notwendig, um Betriebsprozesse auch bei Störungen aufrechtzuerhalten und die Kommunikation im Krisenfall zu sichern“, erklärt der Experte.
Der Wirtschaftswissenschaftler Gandhi Gabriel gründete im Februar 2018 die Firm SSB – Sicherheit, Service, Beratung. Zuvor arbeitete Gabriel zwei Jahre als Sicherheitsberater. Insgesamt verfügt er über zehn Jahre Erfahrung in der Sicherheitsbranche.
