Die Baywa hat ihre Beteiligung an der österreichischen Raiffeisen Ware Austria verkauft. Der Mischkonzern reduziert durch den Verkauf seine Verbindlichkeiten um rund eine halbe Milliarde Euro und erhält zusätzlich einen Kaufpreis von 176 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte.
Der Verkauf der knapp 48-prozentigen Beteiligung an der Raiffeisen Ware Austria wurde nach der Genehmigung durch die Kartellbehörden abgeschlossen. Die beiden Unternehmen waren bislang in einer verschachtelten Konstruktion über Kreuz aneinander beteiligt. Die österreichische Seite hielt ihre Anteile unter anderem über den Baywa-Großaktionär Raiffeisen Agrar Invest.
„Die RAIG hat sich wieder einmal als verlässlicher Partner erwiesen, die weiterhin Aktionärin der Baywa bleibt“, zitierte das Unternehmen den Vorstandschef Frank Hiller in der Mitteilung. „Der Verkauf ist ein richtiger Schritt bei der planmäßig verlaufenden Sanierung hin zu den Geschäftsfeldern, die uns stark machen.“
Die Baywa hatte Anfang Dezember angekündigt, sich von wesentlichen Beteiligungen trennen zu wollen. Der Konzern war im vergangenen Jahrzehnt durch Übernahmen stark gewachsen. Die Schulden aus dieser kreditfinanzierten Expansion entwickelten sich allerdings zu einer erheblichen Belastung für das Unternehmen – insbesondere angesichts gestiegener Zinsen.
