Internationale Wirtschaft England befürchtet massive Panikkäufe

Die Alarmstimmung in der Branche ist groß. Die größte Handelskette Tesco warnt bereits vor Panikkäufen, die „weitaus schlimmer“ ausfallen könnten als zu Beginn der Corona-Pandemie.

Freitag, 24. September 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Carsten Hoppen

Die Lebensmittelversorgung des Landes stehe „auf Messers Schneide“, schrieb die Chefin des Bauernverbandes National Farmers' Union, Minette Batters, in einem Brief an Premierminister Boris Johnson, der von mehreren Lebensmittelverbänden unterzeichnet wurde. Die Branche steht ohnehin enorm unter Druck: Wegen strenger Einwanderungsregeln nach dem Brexit fehlen Lastwagenfahrer, die Versorgung ist nicht immer gewährleistet, landesweit bleiben Supermarktregale leer.

Nun verstärken die gestiegenen Erdgaspreise die Lage noch in einer Kettenreaktion, die die meisten Verbraucher staunen lässt. Im Mittelpunkt: Kohlenstoffdioxid (CO2). Lebensmittel- und Getränkehersteller benötigen das Gas, um Schlachtvieh zu betäuben und Verpackungen vakuumsicher zu versiegeln. Nun ist CO2 ein Nebenprodukt, das bei der Düngemittelherstellung anfällt. Weil aber einige Produzenten wegen der hohen Energiepreise in England ihre Fabriken stilllegten, fehlt das Gas jetzt. Fleischproduzenten fürchten einen enormen Rückstau, in dessen Folge sie Zehntausende Tiere keulen müssten. Die CO2-Preise könnten sich zudem vervielfachen und Nahrungsmittel verteuern. Eingedenk der Gefahren hat die Regierung nun eingegriffen und dem wichtigsten CO2-Hersteller mit Steuergeld unter die Arme gegriffen.

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