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Deutscher Bauernverband Afrikanische Schweinepest rückt näher

Lebensmittel Praxis | 19. November 2019

Bildquelle: Getty Images

Wegen des Nachweises der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei toten Wildschweinen in einer an Deutschland grenzenden Region Polens, ruft der Jagdverband DJV zu höchster Wachsamkeit auf. Aufmerksamkeit sei dabei nicht nur in Brandenburg, sondern bundesweit geboten.

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„Wir wissen nicht, wo das Virus in Deutschland zuschlagen wird“, sagt Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband. „Es ist aber keine Frage des Ob, sondern nur noch eine des Wann.“

Es müsse alles dafür getan werden, das Einschleppen der ASP zu verhindern, betonte auch Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV). Die Schweinehalter hätten zwar umfangreiche Biosicherheits-Maßnahmen ergriffen, bereits ein Nachweis bei einem Wildschwein werde aber wegen der damit verbundenen Exportbeschränkungen „massive wirtschaftliche Konsequenzen“ haben. Ab dem ersten Nachweis der ASP in Deutschland sei der Schweinefleisch-Export in Länder außerhalb der EU nicht mehr möglich.

Das Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) in Greifswald bewertet die Gefahr einer Einschleppung der Seuche nach Deutschland durch den Menschen oder infizierte Tiere weiter als hoch. Die Risikobewertung war zuletzt im Mai 2019 angepasst worden, nachdem Fälle von ASP in Belgien aufgetreten waren.