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Nestlé Deutschland Legt um 2,3 Prozent zu

Lebensmittel Praxis | 27. April 2018
Nestlé Deutschland: Legt um 2,3 Prozent zu

Bildquelle: Nestlé Deutschland

Im Jahr 2017 stieg der Umsatz von Nestlé Deutschland nach Angaben des Unternehmens um 2,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis ist bereinigt um Ausgliederungen und Verkäufe. Am deutschen Gesamtmarkt verfüge Nestlé Deutschland über einen Anteil von 2,9 Prozent. Größere Volumenverluste durch die Auslistung bei Edeka werden nicht erwartet, heißt es weiter.

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Größte Kategorie, mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro, bleibt für Nestlé Deutschland, nach Unternehmensangaben, die Kulinarik. In einem insgesamt rückläufigen Segment 2017 wächst Maggi demnach überdurchschnittlich im Volumen. Der Export wuchs nach Unternehmensangaben um 9,5 Prozent. Das Produktionsvolumen habe bei 490.000 Tonnen, gelegen exklusive Fronerie. Nestlé habe im Jahr 2017 unter anderem Atrium innovations, und die Premiummarke im Bereich Petcare, Terra Canis, die gekauft.

Aufgrund wandelnder Konsumententrends, biete Nestlé diverse „Frei von“ und vegetarische Produktalternativen an, unter anderem bei den Maggi-Produkten und unter der Range „Garden Gourmet“. „Veggi ist weiterhin ein bleibendes Segment“, sagt Beatrice Guillaume-Grabisch, Vorstandsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG im Pressegespräch.

Der Zucker- und Salzgehalt werde auch bei Nestlé kritisch beobachtet: Bis 2020 wolle das Unternehmen den Zuckergehalt im Gesamtportfolio um 5 Prozent gegenüber Anfang 2018 senken. Salz soll bis 2020 um 10 Prozent gesenkt werden.

Nachdem das Kaffee- und Kakao-Werk in Mainz im Jahr 2017 geschlossen worden seien, investiere Nestlé, ab 2018, zusätzlich rund 100 Millionen Euro in den Werksausbau und große Projekte in Deutschland. Unter anderem soll es einen Ausbau des Werkes in Osthofen geben, der rund 50 Millionen Euro kosten soll. Das Werk stelle Health-Science-Produkte wie beispielsweise Opifast zur Gewichtsreduktion her. Außerdem soll für 40 Millionen Euro das Schokoladenwerk in Hamburg zukunftsfähiger werden, heißt es weiter. Weitere Investitionen fließen demnach in die Bereiche Technik, IT, Administration, Vertrieb und Distribution.

Nestlé Deutschland sei in die Zone EMENA (Europa, Mittlerer Osten, Nordafrika) eingebettet. Synergien über Länder hinweg würden genutzt. So unter anderem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, bei der viele Entwicklungen und Technologien zur Zuckerreduktion und Änderungen der Rezepturen aus Deutschland kommen, so das Unternehmen. Im Bereich der Qualitätssicherung sei es zu einer Konzentration der Laborstandorte gekommen. Kampagnen, wie die Nachhaltigkeitsinitiative Healthy Kids würden ebenfalls Länderübergreifend gesteuert.

„Die Verhandlungen mit Edeka haben wir bewusst nicht kommentiert, um die Diskussion weiterhin sachlich führen zu können“, Beatrice Guillaume-Grabisch, Nestlé stehe weiterhin mit der Edeka und anderen Partnern der Einkaufsgemeinschaft AgeCore im Kontakt, die Verhandlungen würden weitergeführt. Guillaume-Grabisch bat jedoch um Verständnis, dass sie zu dem Stand der Verhandlungen keine Auskunft geben könne, alle Verhandlungsmitglieder bemühten sich um eine Lösung, die für die Verbraucher sinnvoll ist. Die europäische Dimension erschwert laut Guillaume-Grabisch eine Lösung des Konflikts. „Wir brauchen eine Lösung für alle Partner. Das macht es so komplex.» Nestlé sei trotz seiner globalen Dimension im operativen Geschäft sehr dezentral aufgestellt. Am deutschen Lebensmittelmarkt verfüge Nestlé über einen Anteil von nur 2,9 Prozent.

Umsatzverluste seien nicht quantifizierbar, da Kunden die Nestlé-Produkte weiterhin bei anderen Händlern erhalten könnten. Sonderaktionen bei diesen seien verstärkt worden.