Die Absatzzahlen basieren auf den Netto-Steuerzeichenbestellungen der Hersteller und geben keinen direkten Aufschluss, etwa über ein gestiegenes Konsumverhalten von Raucherinnen und Rauchern aufgrund der allgemein guten Wirtschaftslage. In den drei vorangegangenen Jahren fanden verschiedene regulative Maßnahmen statt, die den Zigarettenmarkt beeinflusst haben. Im Rahmen der Umsetzung der EU-Tabakproduktrichtlinie wurden Vorproduktionsmengen von gesetzlich vorgeschriebenen Umstellungszeitpunkten bestimmt. So musste die Mindestpackungsgröße zum 01. Januar 2016 auf 20 Zigaretten erhöht werden, seit dem 20. Mai 2016 müssen auch Schockbilder auf die Packungen gedruckt werden. Bereits produzierte Packungen ohne Schockbilder durften noch ein Jahr lang bis Mai 2017 abverkauft werden, so dass weder für 2016 noch für 2017 Aussagen getroffen werden können, inwieweit die Schockbilder sich auf das Konsumverhalten der Raucherinnen und Raucher ausgewirkt haben.
Zigarettenabsatz Stagnierender Absatz von Steuerzeichen
Das Statistische Bundesamt hat heute die Zahlen für den Absatz von Tabakwaren für das Gesamtjahr 2017 veröffentlicht. Wurden 2016 Steuerzeichen für 75 Mrd. Stück Zigaretten bezogen, so betrug 2017 der Steuerzeichenbezug für Zigaretten 75,8 Mrd. Stück. Das waren 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
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