Für den Monat Mai werde der Milchpreis von zuletzt 32 Cent auf 33 Cent je kg erhöht, für Juni sei eine weitere Erhöhung auf 34 Cent vorgesehen. Nach der Milchkrise der vergangenen Jahre stabilisiere sich damit der Preis weiter, höhere Markterlöse würden an die Erzeuger weitergegeben.
Die Molkerei hatte mit Händlern höhere Preise für Trinkmilch, Joghurt und Quark aushandeln können, wie ein Sprecher schon Mitte Mai sagte. Das bedeutet für Bauern mehr Einnahmen, für Verbraucher höhere Preise im Supermarkt. „Im Moment haben alle Molkereien leichte Preisanhebungen angekündigt“, sagte die Sprecherin des Landvolks Niedersachsen, Gabi von der Brelie. Die Erzeuger benötigten aber weiter deutliche Preissteigerungen. Erfreulich hoch seien derzeit die Butter- und Käsenotierungen.
Niedrige Preise belasteten die Milchbauern schon seit längerem, sie schätzen die Situation als existenzbedrohend ein. Eine Ursache ist ein Überangebot. Zuletzt hatte sich die Lage etwas entspannt. Das Thema steht auch im Mittelpunkt des 2. „Milchgipfels“ an diesem Donnerstag im Bundeslandwirtschaftsministerium, zu dem sich die Milchbranche, der Einzelhandel und das Bundeskartellamt angesagt haben.
DMK Einigt sich mit Handel auf höhere Preise
Deutschlands größtes Molkereiunternehmen Deutsches Milchkontor (DMK) erhöht die Milchpreise. Der Vorstand habe höhere Auszahlungspreise für die Milchbauern beschlossen, teilt das Unternehmen mit. Möglich machte dies eine Einigung mit dem Lebensmittel-Einzelhandel.
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