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China Handelsschranken für Lebensmittelimporte

Lebensmittel Praxis | 08. Mai 2017
China: Handelsschranken für Lebensmittelimporte

Bildquelle: Getty Images

China errichtet neue bürokratische Hürden für Nahrungsmittelimporte: Jedes Lebensmittel, von der Nudel bis zum Keks, muss ab Oktober ein eigenes amtliches Unbedenklichkeitszertifikat für China vorweisen. In der Praxis ist diese Bedingung aktuell kaum zu erfüllen.

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Die Behörden in Deutschland und anderen Ländern müssten bescheinigen, dass die Importwaren „die Anforderungen chinesischer Gesetze und gesetzlicher Vorschriften sowie Standards erfüllen“, wie die chinesische Qualitätsaufsicht (AQSIQ) vorgibt. Bisher gibt es jedoch solche behördlichen Einrichtungen in den Herkunftsländern nicht, sie müssten neu geschaffen werden.

„Wir weisen darauf hin, dass viele dieser Maßnahmen beschwerliche und komplizierte Verfahren schaffen, manchmal ohne klaren Vorteil für die Lebensmittelsicherheit“, schreiben die Botschafter der größten Handelspartner USA, Europäische Union und Japan in einem Brandbrief an Vizepremier Wang Yang, der der Deutschen Presse-Agentur in Peking vorliegt. Die Botschafter fordern, „dass die Maßnahmen auf internationalen Standards basieren“ und warnen sie vor Schaden für den Handel mit Nahrungsmitteln und Agrarprodukten. Die neuen Vorschriften sind aus Brüsseler Sicht das beste Beispiel für die vielen bürokratischen Handelshemmnisse, die im krassen Gegensatz zu den Beteuerungen der kommunistischen Führung in Peking stehen.