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Coca-Cola Streik in Halle

Lebensmittel Praxis | 27. März 2017
Coca-Cola: Streik in Halle

Bildquelle: iStock

Beim Getränkekonzern Coca-Cola am Standort Halle haben die Beschäftigten am Montag die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten rief die Frühschicht zu einem achtstündigen Warnstreik auf.

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Rund 60 Beschäftigte beteiligten sich, wie Jörg Most von der Gewerkschaft sagte. Die Arbeitnehmervertreter fordern, dass die Entgelte um 160 Euro und die Ausbildungsvergütung um 100 Euro erhöht werden. Am 25. Januar hatte die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen in der ersten Runde abgebrochen. Coca-Cola hatte damals angeboten, die Löhne um 1,3 Prozent zu erhöhen. Das entspricht laut Most rund 30 Euro.

Das Managment von Cocal-Cola rechnet anders und kommt auf durchschnittlich 2,5 Prozent Entgelterhöhung. Dies setze sich zusammen aus einer Entgeltsteigerung von 1,3 Prozent, einer Erhöhung des Urlaubsgeldes auf 900 Euro und einer Steigerung des Arbeitnehmerzuschusses zur Altersvorsorge um 200 Euro. Diese weiteren Leistungen würden einer zusätzlichen Erhöhung von im Schnit 1,2 Prozent entsprechen.

"Die Arbeitgeber rechnen sich das schön", kritisierte Gewerkschaftssprecher Most. Durch die europaweite Umstrukturierung bei Coca-Cola sei die Arbeitsbelastung stark gestiegen. Most warf dem Unternehmen Managementfehler zu Lasten der Beschäftigten vor. "Immer weniger Menschen sollen immer mehr produzieren." Die Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin der CCEP DE, Brigitte Faust, erklärte, das Angebot des Unternehmens sei eine klare Basis für Verhandlungen. Es sei nicht zu verstehen, warum die Arbeitnehmervertreter den Verhandlungstisch so früh verlassen hätten. "Um auch zukünftig im hart umkämpften Markt für alkoholfreie Getränke in Deutschland zu bestehen, haben wir leider nur begrenzten Spielraum für Entgelterhöhungen", betonte Faust. Vor diesem Hintergrund sei das Angebot von Coca-Cola angemessen. Es trage zudem der von der Gewerkschaft geforderten Erhöhung der Altersvorsorge Rechnung. Lautdem  NGG-Sprecher gibt es keinen neuen Termin für Verhandlungen.