Der Onliner-Händler Northerner hat in seinem neuen Nikotinbeutelbericht die Verbreitung dieses Produktes in Deutschland analysiert. Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg sind die drei führenden Regionen auf dem Nikotinbeutel-Markt in Deutschland.
Marktwachstum setzte sich fort
Angeführt wird das regionale Vergleichsranking von Bayern. Mit einem Pro-Kopf-Index von 260 liegt der Freistaat über dem Bundesdurchschnitt - das entspricht einer Kaufquote 160 Prozent höher als im Rest der Republik. Dahinter folgt Hamburg mit einem Index von 171. Baden-Württemberg belegt mit einem Index von 164 den dritten Platz.
Nach dem Nikotinbeutelbericht 2026 des Online-Händlers Northerner setzte sich 2025 auch das Marktwachstum fort: In Hamburg stiegen die Online-Käufe im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent, in Bayern um 28 Prozent und in Baden-Württemberg um 22 Prozent. Zum Vergleich: Für den weltweiten Markt wird ein jährliches Wachstum von durchschnittlich 25 Prozent bis 2033 prognostiziert.
Nikotinbeutel in Bayern oft Ausstiegsstrategie
Nikotinbeutel fungieren im Freistaat Bayern überdurchschnittlich oft als Ausstiegsstrategie von der Zigarette. So geben 69 Prozent der bayerischen Nutzer an, früher geraucht zu haben, das heute aber nicht mehr zu tun. In keinem anderen Bundesland ist dieser Wert so hoch. Bundesweit liegt die Quote bei 62 Prozent.
Die Konsumenten in Hamburg bevorzugen die Kategorien extra stark und stark gegenüber milderen Varianten. Im Jahr 2025 verdrängten starke Nikotinbeutel in Hamburg erstmals die normalen Produkte vom zweiten Platz der regionalen Beliebtheitsskala.
In Baden-Württemberg ist der Nikotinbeutel zum Büroalltag geworden. 92 Prozent der Nutzer greifen während der Arbeitszeit zum Beutel. Bundesweit sind es nur 86 Prozent. Was sie dabei schätzen: Unauffälligkeit (77 Prozent) und die Tatsache, dass Kollegen nicht durch Rauch oder Dampf belästigt werden (76 Prozent).
Verbreitung illegaler Beutel nimmt zu
Der Bericht offenbart auch Schattenseiten: Die Verbreitung illegaler Nikotinbeutel nimmt in Deutschland drastisch zu. Bundesweit sind bereits 39 Prozent der Nutzer mit Schwarzmarkt-Beuteln in Kontakt gekommen. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es sogar 55 Prozent. Zu den informellen Verkaufsstellen gehören Kioske mit inoffiziellen Liefernetzen, Produkte ohne oder mit falscher Kennzeichnung sowie Verkaufskanäle ohne jede Alterskontrolle.
23 Prozent der Hamburger Nutzer wären in Zukunft sogar bereit, Nikotinbeutel über den Schwarzmarkt zu erwerben. Dieser Wert liegt weit über dem bundesweiten Mittel von elf Prozent und nur hinter Sachsen-Anhalt mit 27 Prozent.
Die Sorge über gesundheitliche Risiken durch unregulierte Inhaltsstoffe teilen 62 Prozent der Befragten. Die Hauptgefahren sind unklare oder zu hohe Nikotinstärken, mögliche Verunreinigungen oder unregulierte Inhaltsstoffe sowie das Fehlen von Qualitätskontrollen und Verbraucherschutzmaßnahmen, wie sie auf dem legalen Markt gelten.