Konjunkturbarometer Ifo-Geschäftsklima zeigt: Mehr Optimismus auch im Handel

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni etwas verbessert, so der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts. Auch im Handel stieg das Geschäftsklima erneut, die Erwartungen legten deutlich zu. Doch der Weg aus dem Tal sei noch lang, so die Ifo-Forscher.

Mittwoch, 24. Juni 2026, 11:21 Uhr
Theresa Kalmer
Noch kein Aufschwung, aber ein Schritt nach vorn: Der Handel blickt etwas optimistischer auf die kommenden Monate. Bildquelle: Manuel Glasfort

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni leicht aufgehellt. Der Geschäftsklimaindex des Ifo-Instituts stieg auf 85,6 Punkte, nach 85,0 Punkten im Mai. Das teilte das Münchner Forschungsinstitut mit. Die befragten Unternehmen bewerteten demnach sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Aussichten etwas besser als im Vormonat. Die Firmen schätzten das Umfeld laut der Erhebung als weniger unsicher ein. Die deutsche Wirtschaft hoffe auf eine Entspannung der weltpolitischen Situation, erklärte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Verbesserter Index im Verarbeitenden Gewerbe

Für den Lebensmittelhandel besonders relevant: Im Handel insgesamt stieg das Geschäftsklima den Angaben zufolge erneut. Die Händler zeigten sich zufriedener mit ihrer aktuellen Lage, auch die Erwartungen legten deutlich zu. Allerdings sei „der Weg aus dem Tal noch lang“, hieß es in der Mitteilung des Ifo-Instituts.

Im Verarbeitenden Gewerbe verbesserte sich der Index ebenfalls – vor allem wegen spürbar optimistischerer Erwartungen. Die Einschätzung der aktuellen Lage korrigierten die Unternehmen hingegen leicht nach unten. Zudem ging die Zahl der Neuaufträge nach Angaben des Instituts erneut zurück.

Dienstleister bewerten laufende Geschäfte deutlich besser

Im Dienstleistungssektor hellte sich das Geschäftsklima auf. Die Dienstleister bewerteten ihre laufenden Geschäfte laut der Erhebung deutlich besser. Die Erwartungen blieben allerdings nahezu unverändert – die Unternehmen zeigten sich weiterhin skeptisch. Der Bereich Transport und Logistik erholte sich den Angaben zufolge weiter, während die Lage im Tourismus schwierig bleibe.

Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich das Geschäftsklima ebenfalls, was das Institut auf weniger pessimistische Erwartungen zurückführte. Die Einschätzung der aktuellen Lage blieb unverändert. Viele Bauunternehmen klagten laut der Mitteilung über fehlende Aufträge.

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