Das Statistische Bundesamt hat die Zahlen zum Tabakabsatz in Deutschland für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach wurden 66,4 Milliarden Zigaretten versteuert. Das entspricht einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent oder 0,1 Milliarden Stück gegenüber dem Vorjahr, wie das Bundesamt mitteilte. Im langfristigen Vergleich zeigt sich jedoch ein deutlicher Rückgang: Seit 1991 hat sich die versteuerte Menge mehr als halbiert. Damals lag sie noch bei 146,5 Milliarden Zigaretten. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank von 1.831 Zigaretten im Jahr 1991 auf 795 Zigaretten im Jahr 2025.
Andere Tabakprodukte verzeichneten Rückgänge. Die Menge des versteuerten Tabak-Feinschnitts verringerte sich um 1,2 Prozent auf 24.864 Tonnen. Der Absatz von Zigarren und Zigarillos sank um 6,6 Prozent auf 2,1 Milliarden Stück. Auch Wasserpfeifentabak ging um 8,8 Prozent auf 1.162 Tonnen zurück. Seit dem 1. Juli 2024 sind für Wasserpfeifentabak wieder alle Packungsgrößen zulässig, nachdem die zum 1. Juli 2022 eingeführte Packungshöchstmenge von 25 Gramm aufgehoben wurde. Lediglich klassischer Pfeifentabak legte zu: Der Absatz stieg um 2,9 Prozent auf 323 Tonnen.
E-Zigaretten deutlich beliebter
Einen deutlichen Zuwachs verzeichneten Substitute für Tabakwaren. Die Menge der im Jahr 2025 versteuerten Substitute wie Liquids für E-Zigaretten betrug 1,5 Millionen Liter. Das entspricht einem Anstieg von 18,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte.
Für die unterschiedlichen Tabakprodukte und Substitute gelten nach dem Tabaksteuergesetz unterschiedliche Steuersätze, die zu verschiedenen Zeitpunkten schrittweise erhöht werden. Zum 1. Januar 2022 führte der Gesetzgeber einen separaten Steuertarif für Wasserpfeifentabak und erhitzten Tabak ein. Vorher wurden diese Produkte wie Pfeifentabak und damit niedriger versteuert. Für Liquids fiel ab dem 1. Juli 2022 erstmals Tabaksteuer an. Die aktuelle Fassung des Tabaksteuergesetzes regelt die unterschiedlichen Steuertarife bis zum Jahr 2027.

