E-Commerce Onlinehandel mit Lebensmitteln wächst im Weihnachtsgeschäft

Der Onlinehandel in Deutschland hat im Oktober und November um 2,9 Prozent zugelegt. Besonders stark wuchsen Möbel, Haushaltsgeräte und Drogerieartikel. Auch der Online-Lebensmittelhandel konnte spürbar zulegen.

Donnerstag, 11. Dezember 2025, 12:14 Uhr
Manuel Glasfort
Die Verbraucher in Deutschland shoppen wieder vermehrt online. Das gilt auch für Lebensmitteleinkäufe. Bildquelle: Getty Images

Der Onlinehandel in Deutschland verzeichnet im laufenden Weihnachtsgeschäft ein Umsatzplus. In den ersten beiden Monaten des Weihnachtsquartals, also im Oktober und November, gaben Verbraucher 2,9 Prozent mehr im Onlinehandel aus als im Vorjahreszeitraum, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) mitteilte. Die Zahlen basieren auf einer Verbraucherbefragung für den Zeitraum von Oktober bis November 2025.

Besonders stark wuchsen die Umsätze mit Möbeln und Einrichtungsgegenständen. Das Segment legte um 9,1 Prozent zu. Auch Haushaltsgeräte verkauften sich mit einem Plus von 8,7 Prozent deutlich besser. Den höchsten Zuwachs verzeichneten Drogerieartikel einschließlich Kosmetikprodukten mit 9,0 Prozent. „Der Zuwachs im Möbel- und Einrichtungssegment zeigt, dass die Menschen derzeit Wert darauf legen, es zu Hause schön und gemütlich zu haben“, zitierte der Verband seinen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer Martin Groß-Albenhausen in der Mitteilung. Digitale Dienstleistungen wie Tickets, Eintrittskarten und Reisebuchungen wuchsen nach Verbandsangaben um 9,9 Prozent.

Online-Lebensmittelhandel baut Umsätze um 6,1 Prozent aus

Verbraucher kaufen zunehmend auch Lebensmittel und Apothekenprodukte online. Der Online-Lebensmittelhandel legte im Oktober und November um 6,1 Prozent zu, Online-Apotheken um 4,5 Prozent. Schwächer entwickelten sich dagegen die Umsätze mit Elektronikartikeln und Telekommunikation, die nur um 1,2 Prozent stiegen. Computer inklusive Zubehör, Spiele und Software wuchsen lediglich um 0,6 Prozent. Das Segment Bekleidung und Schuhe stagnierte nahezu mit einem Plus von 0,1 Prozent.

Unter den Vertriebsformen schnitten die sogenannten Online-Pureplayer am besten ab. Diese unabhängigen Onlineshops steigerten ihre Umsätze um 4,8 Prozent. Marktplätze wuchsen um 3,6 Prozent. „Die Online-Pureplayer verstehen es, sich im harten Wettbewerb mit den Marktplätzen zu behaupten und den Menschen bei der Geschenksuche die passenden Inspirationen und Produkte zu bieten“, zitierte der Verband Groß-Albenhausen. Die Onlineshops stationärer Händler verzeichneten dagegen Umsatzrückgänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Für die Studie befragte das Unternehmen Beyondata von Januar bis Dezember insgesamt 40.000 Privatpersonen in Deutschland ab 14 Jahren zu ihrem Ausgabeverhalten im Online- und Versandhandel. Der Verband blickt dem Angaben zufolge zuversichtlicher auf das noch laufende Weihnachtsgeschäft und den Start ins neue Jahr als in den Vorjahren.

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